Digiwerkstatt: Gemeinde-Hackathon im ecoplus Haus der Digitalisierung in Tulln am 19. und 20. November 2025

November 21, 2025 18:01
Digiwerkstatt: Gemeinde-Hackathon im ecoplus Haus der Digitalisierung in Tulln am 19. und 20. November 2025

Ein zweitägiger Hackathon unter dem Titel „digiWERKSTATT“ im ecoplus Haus der Digitalisierung in Tulln hat die Frage erörtert, wie digitale Lösungen den Arbeitsalltag in Gemeinden verbessern können. Darüber berichtet Welt Stimme.

TULLN. Am 19. und 20. November 2025 kamen Studierende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Gemeinden sowie Expertinnen und Experten aus IT-Unternehmen in interdisziplinären Teams zusammen, um konkrete Herausforderungen aus niederösterreichischen Kommunen zu lösen. Innerhalb von 33 Stunden wurden praxisnahe digitale Ansätze entwickelt, die fortlaufend mit Vertretern der teilnehmenden Gemeinden abgestimmt wurden. Der Hackathon wurde von der Geschäftsstelle für Digitalisierung des Landes Niederösterreich in Zusammenarbeit mit dem ecoplus Haus der Digitalisierung sowie der Universität für Weiterbildung Krems und dem INTERREG-Projekt BRIE organisiert.

Direkter Nutzen von Digitalisierung

Bundesrat Sebastian Stark, der Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner vertrat, hob die Bedeutung der Veranstaltung hervor: „Niederösterreich setzt auf eine klare Digitalisierungsstrategie. Wir investieren in moderne Infrastruktur, stärken digitale Kompetenzen und schaffen Räume, in denen Innovation entstehen kann. Die digiWERKSTATT mit dem Gemeinde-Hackathon ist dafür ein besonders gelungenes Beispiel für konkrete Lösungen für unsere Gemeinden. Danke an alle, die diesen Hackathon möglich gemacht und Know-how eingebracht haben.“

Die teilnehmenden Gemeinden – darunter Absdorf, Ardagger, Bischofstetten, Eggenburg, Gumpoldskirchen, Lassee, Nußdorf ob der Traisen, Sigmundsherberg, Tulln und Zöbern – brachten spezifische Themen zur Bearbeitung ein. Diese umfassten Aufgaben von der Rechnungsbearbeitung über Buchungsprozesse bis hin zu internen Abläufen. Kerstin Koren, Abteilungsleiterin WST3 Land Niederösterreich, erklärte: „Im Zentrum stand die Frage, wie Gemeinden ihre Aufgaben effizienter und bürgernäher erledigen können – sei es in der Rechnungsbearbeitung oder im Aufgabenmanagement.“ Die Geschäftsführer des ecoplus Hauses der Digitalisierung, Lukas Reutterer und Claus Zeppelzauer, ergänzen: „Die Vielfalt der Themen zeigt, wo Digitalisierung aktuell besonders gebraucht wird: bei Datenverarbeitung, Terminverwaltung oder internem Projektmanagement.“

Vorbereitung, Teamwork und Prototypen

Im Vorfeld des Hackathons erhielten die Teams während einer einwöchigen digitalen Vorbereitung wertvolle Impulse zu Service Design, technischer Umsetzung und Teambuilding. Diese Phase wurde von der Fachhochschule St. Pölten und dem europäischen Universitätsverbund E³UDRES² unterstützt. In der anschließenden zweitägigen Präsenzphase im Haus der Digitalisierung arbeiteten die Teams intensiv an konkreten Prototypen.

Am 20. November 2025 wurden die Ergebnisse der Projekte öffentlich präsentiert. Jedes Team stellte seine Prototypen in einer zweiminütigen Präsentation vor, gefolgt von einer Online-Abstimmung, die das Siegerteam wählte. Der Prototyp „Mein ZöWa“ setzte sich als bestes Projekt durch, während „Wo ist Tulli“ den Publikumspreis als „Team der Herzen“ gewann. Die entwickelten Prototypen deckten ein breites Spektrum ab – von digitalen Verwaltungslösungen für Hortbetriebe über Automatisierungen im Rechnungswesen bis hin zu Energie- und Wassermanagement-Tools.

Ergebnisse des Tages

Die folgenden Herausforderungen wurden bearbeitet:

  • Absdorf: Hort Bunny – Digitale Verwaltung des Hortbetriebes für Gemeinde, Betreuung und Eltern
  • Ardagger: Standler.AI – Digitales Marktmanagement für den Kirtag mit Lösungen für Anmeldung, Abrechnung und vieles mehr
  • Bischofstetten: DAHOAM Community App – eine Applösung zur spielerischen Motivation für mehr Teilnahme am Gemeindeleben
  • Eggenburg: ENERGIE FIX – ein digitaler Assistent zur einfacheren Bewältigung der verpflichtenden Energiebuchhaltung
  • Gumpoldskirchen: Digitaler Rechnungsprozess – Automatisierung vom Posteingang bis zur Buchung
  • Lassee & Nußdorf ob der Traisen: Digitales Aufgabenmanagement zum Abbau der Zettelwirtschaft in der Gemeindeverwaltung
  • Sigmundsherberg: Digitales Buchungstool für Bürgerservice-Leistungen
  • Tulln: Wo ist Tulli – Online-Übersicht über Betrieb, Auslastung & Standort des Bummelzuges
  • Zöbern: Mein ZöWa – Digitales Wassermanagement zur sicheren Wasserversorgung

Die Online-Präsentation aller Prototypen findet am 4. Dezember 2025 statt. Weitere Details stehen auf www.digigemeinde.at bereit.

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