Am Handelskai in Wien laufen bereits Vorbereitungen für den neuen Fernbusterminal, jedoch fehlt bisher die Genehmigung für das Gesamtprojekt. Die „Baugrube“ ist seit Ende Oktober genehmigt, während das Verfahren für die Fuß- und Radfahrbrücke „auf Widerruf“ läuft.
Darüber berichtet Welt Stimme.
Die aktuellen Arbeiten konzentrieren sich auf die Baustelleneinrichtung, einschließlich des Aufstellens von Baucontainern. Laut der zuständigen MA37 – Baupolizei wird die Genehmigung für den Fernbusterminal in drei Bereiche aufgeteilt: die Baugrube, das Gesamtprojekt und die Fuß- und Radfahrbrücke. Für die Baugrube liegt ein Bescheid vom 23. Oktober vor, begleitet von einer „Baubeginnsanzeige“ vom 3. November.
Kein Antrag für das Gesamtprojekt
Der Kontakt für die Baupolizei ist die Granit Bau GmbH, die den Zuschlag von der „WH Fernbus-Terminal Projektentwicklung GmbH“ für vorgezogene Baumaßnahmen im Wert von über 15 Millionen Euro erhalten hat. Bislang wurde jedoch kein Antrag für eine Baugenehmigung für das Gesamtprojekt eingereicht.
Ein Antrag wurde dagegen für die Fuß- und Radfahrerbrücke gestellt, die das Terminal mit dem angrenzenden Donauufer verbinden soll. Die MA37 steht derzeit im Austausch mit der MA29 – Brückenbau, das Verfahren verläuft noch und es liegt noch kein Bescheid vor.
Die Brücke wird gemäß § 71 der Wiener Bauverordnung (WBO) geführt, was bedeutet, dass die Genehmigung auf Widerruf von der Baupolizei erteilt wird. Diese Regelung kommt zur Anwendung, wenn Bauwerke nur „vorübergehende Zwecke“ haben oder „nicht dauerhaft bestehen bleiben können“. Weitere Informationen hierzu könnten beim angekündigten Medientermin im Dezember bekannt gegeben werden.


