EGGER Werk Unterradlberg liefert künftig Fernwärme für die Stadt St. Pölten
Mit der Unterzeichnung des Wärmeliefervertrags zwischen EGGER, der EVN und der Stadt St. Pölten am 18. Juni 2026 wird ein zukunftsweisendes Energieprojekt initiiert. Ab Ende 2027 wird erneuerbare Wärme aus dem EGGER Spanplattenwerk in Unterradlberg ins Fernwärmenetz der Stadt eingespeist.
Der Holzwerkstoffhersteller EGGER investiert in die Modernisierung seiner Energieinfrastruktur und ist bereits umweltbewusst im Einsatz erneuerbarer Energien. In den zwei Biomassekraftwerken am Standort wird aus biogenen Brennstoffen erneuerbarer Strom und Wärme für die eigenen Produktionsprozesse gewonnen. Der Werksleiter Technik/Produktion, Martin Wurzl, betont die Planung zur Fernwärmeerzeugung als wichtigen Schritt in der regionalen Energiewende.
EVN Vorstandssprecher Stefan Szyszkowitz erklärte, dass die Landeshauptstadt bereits seit 2009 über eine Transportleitung mit nachhaltiger Abwärme versorgt wird und das neue Projekt einen weiteren bedeutenden Beitrag zur sicheren und umweltfreundlichen Fernwärmeversorgung darstellt.
Im Mittelpunkt des Projekts steht die Installation einer neuen Dampfturbine, die eine Leistung von etwa 4,77 Megawatt erzeugt. Dies wird den Eigenstromanteil am Werksstandort auf etwa 87 % steigern. Der gewonnene Abdampf wird für die Fernwärmeversorgung genutzt, während Holzabfälle und biogene Reststoffe als Brennstoffe dienen.
Das Fernwärmeprojekt wird durch die enge Zusammenarbeit mit der EVN ermöglicht, die die notwendige Infrastruktur zur Anbindung an das bestehende Netz errichtet. Die erste Wärmelieferung ist für das 4. Quartal 2027 vorgesehen.
Einordnung
Das Projekt in Unterradlberg erhöht den Anteil erneuerbarer Energie und verbessert die Energieeffizienz des EGGER Werks, ohne zusätzliche Brennstoffbedarfe zu schaffen. Es ist ein bedeutender Schritt zur Reduzierung des Erdgasverbrauchs in der Wärmeversorgung von St. Pölten.


