Falkensteiner übernimmt Betrieb des Triforêt Alpinresorts in Kirchdorf

Juni 9, 2026 05:08
Falkensteiner übernimmt Betrieb des Triforêt Alpinresorts in Kirchdorf

Falkensteiner Michaeler Tourism Group übernimmt Triforêt Alpinresort in Hinterstoder

Die Falkensteiner Michaeler Tourism Group (FMTG) ist neuer Betreiber des Triforêt Alpinresorts in Hinterstoder. Ein langfristiger Managementvertrag wurde für das Hotel auf der Höss abgeschlossen, dessen Eröffnung für den 9. Juli geplant ist.

Die FMTG entwickelt und betreibt seit mehreren Jahren servicierte Residences in bestehenden Falkensteiner Hotelanlagen. CEO Otmar Michaeler beschreibt das Triforêt alpin.resort als ein Boutique-Resort im Fünf-Sterne-Standard, das sich eng an die Landschaft und die Destination anpasst. Er sieht Hinterstoder als den idealen Standort für dieses neue Format.

„Es war schon immer unsere Idee, an diesem besonderen Ort etwas zu schaffen, das sich bewusst von klassischen Ferienanlagen abhebt. Mit Falkensteiner haben wir den richtigen Partner gefunden, der unsere Vision langfristig mit touristischer Kompetenz und echtem Qualitätsanspruch weiterentwickelt.“
Michael Fröhlich, Miteigentümer des Triforêt alpin.resort

Friedrich Huemer, ebenfalls Miteigentümer, betont die langfristige Zusammenarbeit mit Falkensteiner: „Uns verbindet mit Falkensteiner eine langjährige, vertrauensvolle Partnerschaft. Mit der FMTG haben wir einen erfahrenen Betreiber an Bord, der das Projekt langfristig mit Qualität und touristischer Vision führen wird.“

Kritik an dem Projekt bleibt bestehen

Grünen-Landesrat Stefan Kaineder äußert sich kritisch: „Ein neuer Betreiber ändert nichts am Grundproblem. Dieses Luxusprojekt wurde mit Steuergeld gestützt, unter der Voraussetzung eines Ganzjahresbetriebs. Wenn dann das Hotel monatelang geschlossen bleibt, muss das Land handeln und das Geld der Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher zurückholen.“

Kaineder fordert die Rückzahlung der Landesförderung und eine umfassende Klärung über mögliche Eigennutzungsrechte der Investoren. Er hatte das Projekt und dessen Finanzierung von Anfang an kritisiert. „Oberösterreich braucht starken Tourismus in Hinterstoder, aber keine Berg-Spekulation mit öffentlichem Geld“, so Kaineder weiter. Die Frage der möglichen Eigennutzung sei weiterhin offen, da ursprünglich mit „Selbstnutzungsoptionen“ geworben wurde, später jedoch erklärt wurde, dass Investoren keine Nutzungsrechte haben. „Das passt nicht zusammen“, resümiert Kaineder.

ÖVP-Landesrat weist Vorwürfe zurück

ÖVP-Landesrat Markus Achleitner kontert die Aussagen Kaineders: „Das Finanzierungsmodell der Errichtungsgesellschaft ermöglicht den Erwerb von Anteilen, jedoch erhalten die Anteilseigner kein Recht zur Eigennutzung des erworbenen Zimmers. Sie erhalten lediglich Anteile an möglichen Erträgen aus dem Hotelbetrieb.“ Achleitner beschreibt die Versuche, das Hotel Triforêt in Misskredit zu bringen, als bedauerlich und betont, dass diese Versuche keine faktische Grundlage hätten.

Einordnung

Die Übernahme des Triforêt Alpinresorts durch die FMTG markiert einen neuen Abschnitt in der Entwicklung des Projektes. Während die Betreiber einen hochwertigen Hotelstandard anstreben, bleibt die finanzielle Unterstützung durch das Land und die damit verbundenen Bedingungen im Fokus der öffentlichen Diskussion. Die anhaltende Kritik hebt die Herausforderungen in der Kommunikation über touristische Projekte mit öffentlichem Geld hervor.

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