Freistädter Bier erreicht neuen Rekord mit 161.000 Hektolitern im Jahr 2025

Jänner 19, 2026 17:07
Freistädter Bier erreicht neuen Rekord mit 161.000 Hektolitern im Jahr 2025

Die Bierbranche hatte 2025 schmerzhafte Rückgänge zu verkraften. Nicht so Freistädter Bier: Das Unternehmen, das aktuell 150 Personen beschäftigt, jubelt über ein neuerliches Rekordjahr. Darüber berichtet Welt Stimme.

Rekordproduktion und Markentreue

FREISTADT. Im Jahr 2024 konnte Freistädter Bier mit einem Ausstoß von 160.000 Hektolitern Bier ein Rekordjahr verzeichnen. Geschäftsführer Paul Steininger erklärte: „Wir haben nicht geglaubt, dass wir diesen Wert 2025 toppen werden.“ Doch das scheinbar Unmögliche wurde Realität. Mit 161.000 Hektolitern war das Vorjahr noch erfolgreicher als 2024. „Das Plus ist zwar gering, aber wir freuen uns sehr darüber.“ Das positive Ergebnis ist umso bemerkenswerter, wenn man den Branchendurchschnitt betrachtet, der einen Rückgang von sieben Prozent aufweist.

Reaktionen auf Marktentwicklungen

Die Einführung des Pfandsystems für Dosenbier hatte erhebliche negative Auswirkungen auf die Branche. Freistädter Bier blieb jedoch von diesem Trend unberührt, da das Unternehmen keine Dosen anbietet. Laut Steininger trägt zudem die hohe Markentreue zur stabilen Entwicklung bei: „Wir sind in der Region einfach stark verankert.“ Neben dem Mühlviertel zählen auch der Zentralraum bis Amstetten sowie Eferding zu den Hauptabsatzgebieten. „Besonders in den Randgebieten konnten wir stark zulegen.“ Darüber hinaus ist Freistädter Bier auch in Wien über Getränkehändler erhältlich und erfreut sich bei Veranstaltungen im „Theater im Park“ großer Beliebtheit.

Erfolg des alkoholfreien Bieres

Besonders positiv entwickelte sich das alkoholfreie Bier, das am 20. Oktober 2025 auf den Markt kam und die Erwartungen weit übertraf. „Wir mussten die Zyklen für die Entalkoholisierung schon im Dezember verkürzen“, berichtet Steininger. Im firmeneigenen Brauhaus entfallen mittlerweile fünf Prozent der Biere auf alkoholfreie Varianten. Die Strategie, mit der Produktion zu warten, bis die Technologie ausgereift war, hat sich ausgezahlt. Für 2026 erwartet Steininger einen Anstieg auf bis zu vier Prozent des Gesamtanteils. Erfreulich ist auch, dass mehrere Gastronomiebetriebe das alkoholfreie Bier vom Fass anbieten.

Rekordausstoß bei Limonaden

Im Jahr 2025 verzeichnete das Unternehmen zudem einen extremen Anstieg beim Ausstoß von Limonaden. Die acht Sorten – von Maracuja über Kräuter bis Orange – sorgten für einen Rekordwert von 30.000 Hektolitern. Steininger äußerte sich optimistisch: „In Summe war das Jahr 2025 ein sehr, sehr gutes.“ Für 2026 plant der 47-jährige Geschäftsführer, der seit 2023 im Amt ist, einige Überraschungen, die er jedoch noch geheim halten möchte. Bis auf eine: „Gemeinsam mit unseren Partnern, der Stiftsbrauerei Schlägl und Hofstettner Bier, hat unser Braumeister ein Bier eingebraut, das noch vor Ostern als Hopfentrio auf den Markt kommt.“

Nachhaltigkeitsengagement

Freistädter Bier setzt sein Nachhaltigkeitskonzept fort. „Mittlerweile produzieren unsere PV-Anlagen 1.000 Kilowattpeak, damit können wir die Hälfte unseres Energiebedarfs selbst abdecken“, betont Steininger.

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