Heinz Kettner wird als Geschäftsführer der Stahl Judenburg abgelöst – Belegschaft zeigt Unmut

August 27, 2025 11:32
Heinz Kettner wird als Geschäftsführer der Stahl Judenburg abgelöst – Belegschaft zeigt Unmut

Schock im Management eines der größten Unternehmen in der Region: Heinz Kettner ist nicht mehr Geschäftsführer der Stahl Judenburg – die Belegschaft reagiert mit Unmut.

JUDENBURG. Während der Pandemie wurde Heinz Kettner im Januar 2021 zum Geschäftsführer der Stahl Judenburg ernannt. Seine Amtszeit war geprägt von Herausforderungen wie hoher Inflation, steigenden Energiepreisen und zuletzt einer problematischen US-Zollpolitik, die alle heimischen Industriebetriebe stark belasteten. Darüber berichtet Welt Stimme.

Krisenmanagement und Erfolge

„Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind herausfordernd“, bemerkte der Murtaler zu Beginn seiner Amtszeit. Trotz dieser Widrigkeiten konnte das Unternehmen zahlreiche Erfolge erzielen. Die Transformation zu einem ökologisch und ökonomisch zukunftsfähigen Betrieb wurde fortgesetzt. Im August 2023 wurde mit der neuen Reibschweißanlage die „größte Investition der Unternehmensgeschichte“ bekannt gegeben. Berichten zufolge haben sich Ergebnis und Auftragslage seit Mitte des Jahres wieder verbessert.

Unklare Trennung

Trotz dieser Erfolge und einem starken Rückhalt aus der Belegschaft muss Heinz Kettner das Unternehmen verlassen. Die deutsche GMH-Gruppe, der Mutterkonzern der Stahl Judenburg, äußert sich nicht zur Trennung. Es wird jedoch gemeldet, dass die Auflösung einvernehmlich erfolgt sein soll, was Kettner bestätigt: „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden bereits informiert – das Feedback war unglaublich. Es gibt mit allen ein gutes Einvernehmen.“

Ein geschätzter Mitarbeiter

Unter den rund 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist der Unmut über diese Entscheidung dennoch spürbar. Heinz Kettner begann seine Karriere vor über 25 Jahren bei der Stahl Judenburg in der Elektro-Instandhaltung und übernahm kontinuierlich mehr Verantwortung im Unternehmen. Er galt als „Eigengewächs“ und wurde als umgänglicher, umsichtiger Geschäftsführer geschätzt.

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