Unter dem Motto „Menschen machen Stadt“ lud die Innsbruck Marketing GmbH zu einem Nachmittag ein, der die Marke Innsbruck ins Zentrum rückte und Urbanität aus wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Perspektive beleuchtete. Darüber berichtet Welt Stimme.
INNSBRUCK. Am 25. September fand in der Orangerie das Forum Innsbruck statt, bei dem etwa 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die zukünftige urbanen Entwicklung der Stadt diskutierten. Die zentralen Fragen lauteten, wie Urbanität in Innsbruck erfahren wird und welche Bedeutung sie für die lokale Gemeinschaft hat.
Impulse aus Wissenschaft und Praxis
Die Verhaltenspsychologin Elisabeth Oberzaucher eröffnete die Diskussion mit ihrer Definition des „Homo urbanus“. Sie stellte fest, dass Urbanität weit mehr als nur Infrastruktur sei; es handele sich um ein fundamentales menschliches Bedürfnis. „Urbanität entsteht, wenn Menschen Räume teilen, einander begegnen und daraus Sinn stiften“, betonte Oberzaucher. Stadtplanerin Daniela Allmeier von der Raumposition GmbH skizzierte sowohl die Chancen als auch die Herausforderungen, die bei der Planung von Urbanität berücksichtigt werden müssen. Heike Kiesling, Geschäftsführerin von Innsbruck Marketing, ergänzte: „Urbanität, die Essenz des Stadtlebens, zeigt sich dort, wo Innsbruck im Alltag lebt – in Begegnungen, an Orten und in Erlebnissen. Damit das gelingt, braucht es das Engagement vieler, die in die gleiche Richtung wirken.“
Mitdenken und Mitgestalten
Interaktivität stand im Mittelpunkt der Veranstaltung. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, ihre eigenen Schlagzeilen zur Urbanität Innsbrucks zu formulieren, woraus viele kreative Ideen für eine anschließende Podiumsdiskussion abgeleitet wurden. „Nur wenn wir ein gemeinsames Verständnis entwickeln und Freude daran haben, unsere Stadt aktiv mitzugestalten, können wir die Schlagzeilen von morgen Wirklichkeit werden lassen“, erklärte Kiesling.
Marke Innsbruck wird greifbar
Urbanität umfasst mehr als nur Gebäude und Straßen – sie entwickelt sich durch soziale und kulturelle Interaktionen sowie durch die Gestaltung des öffentlichen Raums. Initiativen wie das Bogenfest oder das Quartiersmanagement Rossau verdeutlichen, wie die Marke Innsbruck durch konkrete Projekte erlebbar gemacht wird. Das Forum unterstrich, dass der Slogan „Alpin-urbane Lebensfreude“ mehr ist als ein Begriff; er prägt das tägliche Leben in der Stadt. Die Impulse aus der Veranstaltung fließen in die laufenden Marken- und Stadtentwicklungsprozesse ein.
Politischer Ausblick
Bürgermeister Johannes Anzengruber ordnete die Erkenntnisse abschließend in die Stadtpolitik ein. Innsbruck sei der Wirtschaftsmotor Westösterreichs, mit einer Tagesbevölkerung von 180.000 Menschen und über einem Viertel aller Tiroler Arbeitsplätze. „Urbanität lässt sich gestalten – durch Plätze mit hoher Aufenthaltsqualität, durch nachhaltige Stadtentwicklung und durch Dialog auf politischer wie gesellschaftlicher Ebene“, erklärte Anzengruber.
Die Veranstaltung wurde mit einem Auftritt der Beatbox-Band M.O.M. beendet, die mit einem eigens für Innsbruck verfassten Text für urbane Vibes sorgte.


