Internationale Glücksspielkonzerne drängen verstärkt auf den österreichischen Markt

Juli 16, 2026 09:19
Internationale Glücksspielkonzerne drängen verstärkt auf den österreichischen Markt

Kritik am Entwurf des neuen Glücksspielgesetzes

Der Entwurf zum neuen Glücksspielgesetz sorgt für erhebliche Kritik in der Branche. Anbieter fordern Änderungen bei Steuern, Lizenzen und Spielerschutz, während sie warnen, dass dies negative Folgen für den Markt und die Konsumenten haben könnte.

Internationale Anbieter wie der US-Anbieter Brightstar und die französische Lotteriegesellschaft FDJ United zeigen Interesse an der Lotto-Konzession. Gleichzeitig möchten Unternehmen wie Entain (bwin), Evoke, Bet-at-home und Kaizen Gaming Lizenzen für Online-Spiele beantragen. Die Österreichische Vereinigung für Wetten und Glücksspiel (OVWG) weist jedoch darauf hin, dass es kein Recht auf eine Konzession gibt, auch wenn alle Bedingungen erfüllt sind, und kritisiert die geforderte Abwesenheit vom Markt für mindestens neun Monate.

Ein zentraler Kritikpunkt ist die Steuerregelung: 45 Prozent der Bruttospielerträge sollen als Glücksspielabgabe entrichtet werden. Anbieter argumentieren, dass dies die Wirtschaftlichkeit des österreichischen Marktes gefährde. Zudem wird die gesetzliche Begrenzung beim Einsatz und Gewinn pro Spiel von 5 Euro und 10.000 Euro als hinderlich wahrgenommen. Die Zwangspause von 15 Minuten nach 90 Minuten Spielzeit steht ebenfalls in der Kritik.

Einordnung

Die vorgeschlagenen Regelungen könnten den Zugang zu lizenzierten Glücksspielangeboten erschweren und gleichzeitig den Schwarzmarkt anheizen. Die Bedenken der Branche unterstreichen die Notwendigkeit einer ausgewogenen Gesetzgebung, um sowohl den Spielerschutz zu gewährleisten als auch ein wettbewerbsfähiges Marktumfeld zu schaffen.

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