Kritik an Park-&-Ride-Parkplatz in Spittal an der Drau
Die Pendlervereinigung hat sich auf Social Media kritisch zu den aktuellen Zuständen rund um den Park-&-Ride-Parkplatz beim Bahnhof Spittal an der Drau geäußert. Im Mittelpunkt der Kritik stehen lange Wartezeiten im Bahnverkehr, ein regelmäßig überfüllter Parkplatz sowie 20-Euro-Strafen für Fahrzeuge, die laut Pendlern lediglich auf „alten und abgenutzten“ Bodenmarkierungen abgestellt wurden. Darüber berichtet Welt Stimme.
Schwierige Verkehrsanbindungen
In den sozialen Medien geäußerte Vorwürfe der Pendlervereinigung zeigen die wachsenden Probleme bei den neuen Bahnverbindungen, die für viele Menschen aus den Tälern, insbesondere im Drautal, eine deutliche Verschlechterung der täglichen Heimfahrt mit sich gebracht haben. Pendler berichten von häufig langen Wartezeiten sowie zusätzlichen Umstiegen. Besonders stark kritisiert wird die überfüllte Park-&-Ride-Anlage beim Bahnhof, was viele dazu zwingt, improvisierte Parklösungen zu finden.
Strafen für falsch geparkte Fahrzeuge
Zusätzlich werden vermehrt 20-Euro-Parkstrafen verhängt, angeblich für das Parken „nicht entsprechend der Bodenmarkierungen“. Pendler argumentieren jedoch, dass diese Markierungen alt, abgenutzt und oft „überhaupt nicht mehr zu erkennen“ seien.
Strukturelle Probleme am Parkplatz
„Der Park-&-Ride-Parkplatz ist restlos überfüllt – und wer den Parkplatz kennt, weiß, wie großzügig er eigentlich angelegt ist. Dass er dennoch regelmäßig aus allen Nähten platzt, zeigt deutlich, dass es ein strukturelles Problem gibt“, so die Pendlervereinigung. Sie fordert die Wiedereinführung der Direktverbindung Klagenfurt–Lienz bis Dezember 2025, um die Abhängigkeit der Pendler vom Auto zu verringern.
Forderungen nach Lösungen
Die Pendlervereinigung, bestehend aus Schülerinnen und Schülern, Studierenden, Arbeitenden sowie Pensionistinnen und Pensionisten, hofft auf praktikable Lösungen: „Wir freuen uns über jede Lösung – sei es die Wiedereinführung der kleinen Haltestationen, ein anderer Zug, eine Erweiterung der Parkplätze oder einfach ein Ende der Strafenflut“, betonen die Betroffenen.
Stadtgemeinde Spittal reagiert
Die Stadtgemeinde Spittal hat in einem Statement bekannt gegeben, dass verstärkte Kontrollen aufgrund des Anstiegs von Falschparkern durchgeführt werden. Diese Kontrollen haben das Ziel, die ordnungsgemäße Nutzung der gekennzeichneten Parkflächen zu gewährleisten.
Parksituation und aktuelle Regelungen
Parken auf Sperrflächen, Gehwegen oder in anderen nicht dafür vorgesehenen Bereichen ist aus Gründen der Verkehrssicherheit nicht zulässig, was zur Ausstellung eines Organstrafmandats führen kann. Pendler werden ermutigt, ihre Fahrzeuge auf den gekennzeichneten Parkplätzen der Park-&-Ride-Anlage (P&R) abzustellen, wobei auch Kurzparkzonen und ein kostenloser Parkplatz beim Roten Kreuz zur Verfügung stehen.
Erneuerung der Bodenmarkierungen
Die Erneuerung der Bodenmarkierungen erfolgt jährlich durch den Wirtschaftshof der Stadtgemeinde Spittal. Eine neue Markierung wird kurz nach Ostern, spätestens bis Ende April, erwartet.
Keine Erweiterungen in Sicht
Der Park-&-Ride-Parkplatz wurde zuletzt im Jahr 2012 erweitert und zählt mit 307 Pkw-Stellplätzen zu den größten in Kärnten. Die ÖBB Kärnten teilte mit, dass die Auslastung der Anlage meist um die 90 Prozent liegt und sich seit Inbetriebnahme der Koralmbahn nicht signifikant verändert hat.
„In Folge der aktuellen Sparvorgaben können kurzfristig keine Park-and-Ride-Erweiterungsmaßnahmen am Standort Spittal erfolgen“, so Herbert Hofer, Pressesprecher der ÖBB Kärnten.


