Diskussion über Herausforderungen in der Landwirtschaft: Landwirte aus dem Bezirk Rohrbach versammelten sich beim Wildparkwirt in Altenfelden, um Informationen auszutauschen und mit der Landwirtschaftskammerführung aktuelle Herausforderungen zu erörtern.
ALTENFELDEN. Die Landwirtschaftskammer OÖ plant, die neuen Herausforderungen des Jahres 2026 gemeinsam mit den örtlichen Bauern anzugehen. „Die Lebensmittelpreise sind derzeit ein zentrales Thema für uns“, erklärte LK-Direktor Karl Dietachmair während des Diskussionsabends in Altenfelden. Die Äußerung von Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ), einen staatlichen Eingriff in die Lebensmittelpreise zu erwägen, sorgte für heftige Reaktionen. Der Vorschlag zur Festsetzung von Lebensmittelpreisen sei für die Landwirtschaftskammer ein absolutes No-Go. Darüber berichtet Welt Stimme.
Vertreter lehnen Mercosur-Deal weiterhin ab
Ein weiteres wichtiges Thema war das Freihandelsabkommen zwischen der EU und dem Mercosur. „Die Diskussion über Mercosur zieht sich nun schon 25 Jahre hin“, berichtete LK-Präsident Franz Waldenberger. Im Januar gab die EU grünes Licht für den Deal mit den sechs südamerikanischen Mitgliedsländern. Jedoch lehnen die Bauernvertreter aus Oberösterreich das Abkommen weiterhin ab.
„Die ungleichen Bedingungen und Rahmenbedingungen sind unsere Hauptkritikpunkte. In Österreich bestehen höhere Anforderungen und Produktionsstandards als in Südamerika“, erklärte Waldenberger. Die Vertreter der Landwirtschaftskammer fordern daher verstärkte Kontrollen bei Importen, mehr Transparenz und eine Herkunftskennzeichnung für die Produkte.
Weitere wichtige Forderungen umfassen das Verschieben der Zölle auf Düngemittel, einen Bürokratieabbau und die Erhöhung der Mittel in der nächsten Periode der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). „Auch die Landwirte sind von Kostensteigerungen betroffen“, betonte der LK-Präsident.
Bezirksbauernkammer-Obmann Martin Marirhofer hob hervor, dass politischer Wille und starke Partner entscheidend sind, um zukünftige Herausforderungen zu bewältigen: „Wir benötigen nicht nur auf Bundes- und Landesebene Funktionäre, sondern auch an der Basis – bei den Ortsbauernschaften. Gemeinsam können wir viel erreichen und mehr Druck aufbauen. Es ist von großer Bedeutung, dass wir zusammenhalten.“


