Die Landwirtschaftskammer Oberösterreich äußert Bedenken gegenüber den angekündigten Erleichterungen der EU-Entwaldungsverordnung, während die Waldbauern aufgrund stabiler Nachfrage nach Holz positive Entwicklungen in der Branche verzeichnen. Darüber berichtet Welt Stimme.
OBERÖSTERREICH. „Unsere Waldbäuerinnen und Waldbauern leisten einen unschätzbaren Beitrag zur Versorgung mit nachhaltigem Holz. Bürokratische Hürden dürfen diesen Einsatz nicht gefährden – wir brauchen praktikable Lösungen statt Datenflut“, fordert Franz Waldenberger, Präsident der Landwirtschaftskammer OÖ.
Diese Woche hat die EU-Kommission angekündigt, die Umsetzung der „Entwaldungsverordnung“ zu erleichtern. Künftig soll nur noch der Erste in der Lieferkette Angaben zur Herkunft des Produktes machen müssen. Zudem wird die Verordnung für Kleinst- und Kleinunternehmen erst Ende 2026 wirksam. Obwohl dies vielversprechend klingt, bleibt der Aufwand für die heimischen Waldbesitzer de facto gleich.
Weniger Käfer-Schadholz dank Juli
Die Landwirtschaftskammer empfiehlt den Waldbauern, jetzt ins Holz zu gehen, da die Nachfrage gut sei. Der verregnete und kühle Sommer habe zudem die Bäume gestärkt, wodurch weniger Schadholz durch Borkenkäferbefall im Vergleich zu den Vorjahren zu verzeichnen sei. „Für unsere Wälder war dieses Wetter ein Segen. Jetzt prägen die gute Nachfrage nach Holz und die Erwartung verstärkter Holznutzung den Holzmarkt“, erläutert Franz Kepplinger, Obmann des Waldverbandes OÖ.


