Die Lenzing AG hat nach dem dritten Quartal 2025 eine durchwachsene Bilanz gezogen: Trotz stabilen Umsatzes und verbessertem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) halbierte sich das Betriebsergebnis (EBIT), was zu einem Verlust von 105 Millionen Euro führte. Darüber berichtet Welt Stimme.
Die Umsatzerlöse der Lenzing AG stiegen in den ersten neun Monaten des aktuellen Jahres um 0,7 Prozent auf 1,97 Milliarden Euro. Gleichzeitig wuchs das EBITDA um 29,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 340,4 Millionen Euro, was einer Verbesserung der EBITDA-Marge um fast vier Prozentpunkte auf 17,3 Prozent entspricht.
105 Millionen Euro Nettoverlust
Das Betriebsergebnis (EBIT) wurde von 38,3 Millionen Euro auf 20,6 Millionen Euro fast halbiert. Im Ergebnis vor Steuern (EBT) verzeichnet die Lenzing AG einen Verlust von 98,7 Millionen Euro, was einen dreimal so hohen Verlust wie im Vorjahr bedeutet. Der Nettoverlust nach Abzug der Steuern beträgt in den ersten drei Quartalen 105 Millionen Euro, was etwas niedriger als der Vorjahresverlust von 111 Millionen Euro ist. Für Anleger bedeutet dies einen Verlust von 4,38 Euro pro Aktie.
Vorstand bleibt optimistisch
Die Lenzing AG führt die Verluste auf „die Auswirkungen anhaltender Marktvolatilität sowie Zoll- und geopolitische Unsicherheiten“ zurück. Trotz dieser Herausforderungen bleibt der Vorstand optimistisch. Vorstandsvorsitzender Rohit Aggarwal betont: „Diese herausfordernden Zeiten sehen wir auch als Chance. Wir setzen gezielt auf unsere Stärken und richten unseren Fokus auf das, was uns auszeichnet: starke Marken, präzise Umsetzung und mutige Innovation.“ Für das gesamte Jahr 2025 erwartet der Vorstand eine Steigerung des EBITDA im Vergleich zum Vorjahr.
Stellenabbau, Verkauf und Energiesparprogramm
Um diese Ziele zu erreichen, verfolgt das Unternehmen ein laufendes Sparprogramm, das bis Ende 2027 jährlich 45 Millionen Euro einsparen soll. Für das laufende Berichtsjahr erwartet der Vorstand sogar Einsparungen in Höhe von 180 Millionen Euro. Wie bereits im September bekannt wurde, sollen insbesondere im Verwaltungsbereich am Hauptsitz Lenzing hunderte Stellen abgebaut werden, während der Standort in Indonesien überprüft und möglicherweise verkauft werden soll. Gleichzeitig sollen Investitionen in Höhe von 100 Millionen Euro eine Energieersparnis von fünf Prozent in Lenzing und Heiligenkreuz ermöglichen.


