Reformpläne bei der Wirtschaftskammer Österreich nach Rücktritt von Harald Mahrer
Nach dem Rücktritt von Harald Mahrer als Chef der Wirtschaftskammer Österreich hat seine Interimsnachfolgerin Martha Schultz weitreichende Reformen angekündigt. An der Pflichtmitgliedschaft will sie aber festhalten. Darüber berichtet Welt Stimme.
Die Wirtschaftsvertretung in Österreich steht vor grundlegenden Veränderungen. Die geschäftsführende Vizepräsidentin und Interimschefin Martha Schultz kündigte an, Sparpotentiale im Veranstaltungsbereich sowie beim Personal zu identifizieren.
Schultz bekräftigte jedoch, dass die gesetzliche Mitgliedschaft nicht in Frage gestellt wird. Diese konstruiere eine Unabhängigkeit von der Politik, wie sie in einem Interview mit der „Kronen Zeitung“ erläuterte. Stattdessen werde sie „wirklich alles ansehen“, sagte Schultz im Gespräch mit dem „Standard“.
Zurückhaltung bei Länderstruktur
Über eine Verschlankung der Länderkammern denkt Schultz nach, hielt sich dabei jedoch vage. In ihren Ausführungen im „Standard“ betonte sie, dass der ländliche Raum andere Bedürfnisse habe und daher unterschiedliche Services benötigt werden.
Bis zur Umsetzung des Reformprozesses plant Schultz, ihr Amt weiterhin auszuüben. Ob sie diesen Prozess selbst beenden wird, bleibt jedoch ungewiss; dies könnte sie auch in ihrer Rolle als Vizepräsidentin unter einem neuen Präsidenten oder einer neuen Präsidentin tun.
Renate Anderl, Präsidentin der Arbeiterkammer, stellte am Montag klar, dass sie für den Verbleib der Landeskammern plädiert. Ähnlich wie Schultz unterstreicht auch Anderl die Notwendigkeit der Pflichtmitgliedschaften.


