Der erste Besuch der neuen Präsidentin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Martha Schultz, in Salzburg beleuchtet zentrale Fragen zur wirtschaftlichen Zukunft des Landes, angesichts ihrer Treffen mit einem internationalen Industriebetrieb, einer renommierten Ausbildungseinrichtung und dem Wirtschaftsbund Salzburg. Darüber berichtet Welt Stimme.
SALZBURG/WALS. Martha Schultz setzte bei ihrem ersten Salzburg-Besuch eindeutig Akzente. Zentrale Themen waren ein international tätiger Industriebetrieb und eine der führenden Ausbildungseinrichtungen des Landes, ergänzt durch intensive Gespräche zur wirtschafts- und standortpolitischen Ausrichtung.
Industrie mit globaler Reichweite
Bei ihrem Besuch der Firma Kaindl, einem der weltweit führenden Hersteller von Holzwerkstoffen und Fußböden, zeigte Schultz die Bedeutung des Unternehmens auf. Am Standort Salzburg sind rund 800 Mitarbeiter beschäftigt, wobei 94 Prozent der Produkte exportiert werden. Ungefähr ein Drittel der Produktion beliefert die Möbelindustrie. Verwendet werden überwiegend Rundholz aus der heimischen Forstwirtschaft sowie Holzreste aus der Sägeindustrie, was die regionale Wertschöpfung mit internationalen Märkten verbindet. Schultz wurde dabei von Kurt Katstaller und Marcel Kravanja des Wirtschaftsbundes Salzburg begleitet.
Ausbildung als Standortfaktor
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Tourismusschule Klessheim, die für Schultz auch eine persönliche Bedeutung hat, da sie dort selbst ausgebildet wurde. Die umfassend sanierte Schule gilt über die Grenzen Salzburgs hinaus als Talentschmiede für unternehmerisch denkende Persönlichkeiten. Neben fundiertem Wirtschaftswissen steht die praxisnahe Ausbildung im Mittelpunkt – zum Beispiel durch die Gründung einer eigenen Junior Company im Rahmen des Unterrichts. Viele Absolventinnen und Absolventen leiten mittlerweile eigene Tourismusbetriebe oder sind international in Führungspositionen tätig. Bei ihrem Schulbesuch war auch der Präsident der WKS, Peter Buchmüller, anwesend.
Austausch über Reformen und Zukunftsfragen
Den Abschluss bildete die Landesleitungssitzung des Wirtschaftsbundes Salzburg. Neben Schultz nahm auch die neue Generalsekretärin des Wirtschaftsbundes Österreich, Tanja Graf, daran teil. Nach einem interessenpolitischen Bericht von Buchmüller informierte die WKÖ-Präsidentin über aktuelle Schwerpunkte der Wirtschaftskammer und des Wirtschaftsbundes, wobei sie besonderen Wert auf den bereits gestarteten Reformprozess innerhalb der Kammerorganisation legte.
In der anschließenden Diskussion mit Spitzenfunktionärinnen und -funktionären aus verschiedenen Branchen und Bezirken standen die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, Standortfragen und künftige Herausforderungen für die Betriebe Salzburgs im Mittelpunkt. Der Besuch verdeutlichte die enge Verbindung von Industrie, Ausbildung und Interessenvertretung als Grundlage für einen wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort Salzburg.


