Max Urbach hat im September seine Lehre im Theater Akzent gestartet. In den nächsten Monaten wird er das Team als Bühnen- und Tontechniker unterstützen.
WIEN/WIEDEN/LANDSTRAßE. Die Saison im Theater Akzent hat gerade erst begonnen, was hinter den Kulissen zu einem geschäftigen Treiben führt. Accessoires werden bewegt, Stühle gestapelt und der Boden gereinigt.
Max Urbach, 22 Jahre alt, ist einer der Verantwortlichen, die in dieser hektischen Zeit ihre Arbeit aufnehmen. Er hat im September seine Ausbildung als Bühnentechniker begonnen. „Ich habe Betriebswirtschaftslehre studiert, aber schnell festgestellt, dass es nicht das ist, was ich wirklich möchte. Deshalb habe ich das Studium abgebrochen und hier die Lehre zum Veranstaltungstechniker eingeschlagen“, erklärt er.
Theater in die Wiege gelegt
Der wesentliche Unterschied zur Betriebswirtschaftslehre liegt für ihn darin, dass man aktiv mitarbeitet und sichtbare Fortschritte erzielt. Max, gekleidet in Arbeitshosen mit Sonnenbrille, hat sich schon lange für diesen Bereich interessiert. Seine Eltern sind ebenfalls im Theater tätig, und er hat bereits Erfahrungen am Volkstheater gesammelt, wo ihn seine Freizeit oft in die Aufführungssäle zieht.
In seinem neuen Job gefällt ihm besonders, dass „man einfach mittendrin ist.“ Die abwechslungsreiche Natur des Berufs bedeutet, dass man nie sicher sein kann, welche Aufgaben am nächsten Tag auf einen zukommen. Er schätzt auch das direkte Feedback auf der Bühne: „Wenn die Aufführung gelingt, applaudiert das Publikum – dieser Applaus gehört auch mir. Man bekommt Rückmeldungen, wie gut oder weniger gut man gearbeitet hat.“
Theater lebt von Leidenschaft
Für das erste halbe Jahr wird Urbach hinter der Bühne arbeiten, während er in der zweiten Jahreshälfte Erfahrungen in der Tontechnik sammeln wird. „Ich gewinne ständig neue Eindrücke, die der Beruf zu bieten hat.“ Da die Saison gerade erst begonnen hat, steht vor allem die Auffrischung des Theaters an: „Hauptaufgaben sind das Aufbauen der verschiedenen Utensilien, die Betreuung der Schauspielerinnen und Schauspieler und im Notfall Erste Hilfe leisten. Troubleshooting also.“ Laut Urbach merkt man auch hinter der Bühne, dass das Theater von Leidenschaft lebt: „Das Team ist großartig, alle ziehen zusammen.“
Urbach selbst wohnt in der Landstraße, ganz in der Nähe des Akzent Theaters: „Es ist sozusagen mein Haustheater. Wenn ich Zeit habe, gehe ich gerne zu Fuß zur Arbeit, bei geeignetem Wetter benutze ich auch das Fahrrad.“
In Zukunft plant der Lehrling, sein im Studium erworbenes Wissen mit seiner Ausbildung als Bühnentechniker zu vereinen: „Ich möchte gerne als Veranstaltungsplaner arbeiten. Das ist mein Ziel. Wo ich letztlich landen werde, ist ungewiss, aber sicher ist: Es wird irgendwo hinter der Bühne sein.“ Das wird auch künftig von Bedeutung sein, da die Leidenschaft für das Theater und die damit verbundene Arbeit entscheidend für seine Karriere ist.
Darüber berichtet Welt Stimme.


