Mieten in Österreich steigen Ende 2025 erneut – Durchschnittswert erreicht 10,4 Euro pro Quadratmeter

März 16, 2026 06:07
Mieten in Österreich steigen Ende 2025 erneut – Durchschnittswert erreicht 10,4 Euro pro Quadratmeter

Mieten in Österreich steigen weiterhin: Zum Jahresende 2025 verzeichnet Statistik Austria einen Anstieg der durchschnittlichen Mietpreise. Haushalte zahlen für eine Hauptmietwohnung nun deutlich mehr als im Vorjahr.

ÖSTERREICH. Die Mietpreise in Österreich sind zum Jahresende 2025 weiter gestiegen. Im vierten Quartal lag die durchschnittliche Miete inklusive Betriebskosten bei 10,4 Euro pro Quadratmeter, was einem Anstieg von 1,6 Prozent gegenüber dem dritten Quartal und einem Plus von 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Darüber berichtet Welt Stimme.

Im gesamten Jahr 2025 blieb das Mietniveau über der Marke von zehn Euro pro Quadratmeter, wie die Statistik Austria mitteilte.

Für eine durchschnittliche Hauptmietwohnung zahlten Haushalte im Schlussquartal rund 686,80 Euro pro Monat, wobei etwa 172,50 Euro auf leicht gestiegene Betriebskosten entfielen. „Damit lagen die Durchschnittsmieten seit Jahresbeginn 2025 konstant über zehn Euro pro Quadratmeter“, erklärte die Generaldirektorin von Statistik Austria, Manuela Lenk.

Unterschiede zwischen den Bundesländern

Die Berechnungen basieren auf rund 1,8 Millionen Hauptmietwohnungen in Österreich. Knapp 40 Prozent davon sind Genossenschaftswohnungen, etwa 15 Prozent Gemeindewohnungen. Rund ein Drittel der Mietverhältnisse erfolgt auf dem freien Markt.

Die Struktur des Mietmarktes variiert erheblich zwischen den Bundesländern. In Wien sind Richtwertmieten am häufigsten, während private Mietverträge auf dem freien Markt dort seltener sind. In den westlichen Bundesländern wie Vorarlberg, Tirol und Salzburg dominieren hingegen freie Mietverträge.

Wohnungsangebot bleibt knapp

Experten sehen die geringe Bautätigkeit bei hoher Nachfrage als Hauptgründe für die steigenden Preise. Die Lage in städtischen Ballungsräumen wie Wien bleibt angespannt. Aktuelle Marktanalysen zeigen, dass die Baubewilligungen in der Bundeshauptstadt in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen sind und auch die Fertigstellungen neuer Wohnungen abnehmen.

Eine rasche Entspannung auf dem Wohnungsmarkt wird nicht erwartet. „Wir glauben, dass die Angebotssituation in den nächsten zwei Jahren keine bessere wird“, sagte Georg Flödl vom Österreichischen Verband der Immobilienwirtschaft (ÖVI).

Regierung beschloss Mietpreisbremse

Angesichts der steigenden Wohnkosten hat die Bundesregierung Ende 2025 eine Mietpreisbremse beschlossen. Künftig sollen inflationsbedingte Mietsteigerungen begrenzt werden. Zudem wurde die Mindestbefristung von Mietverträgen verlängert, um Mieterinnen und Mieter vor stark steigenden Wohnkosten zu schützen.

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