Proteste gegen geplantes Deponie-Zwischenlager am Penningberg
Am Dienstag, den 16. Juni, versammelten sich über 100 Anwohner des geplanten Deponie-Zwischenlagers am Penningberg in Hopfgarten, um ihren Unmut über das Projekt zu äußern. Die Erdbau Wieser GmbH hatte dazu Stellung genommen.
Die Pläne der Erdbau Wieser GmbH umfassen ein Zwischenlager für Aushub- und Abbruchmaterial, das Anlieferung, Lagerung, Aufbereitung und Abtransport vorsieht. Anwohner berichteten, dass sie erst zufällig durch einen Aushang der Gemeinde von den Plänen erfahren hatten. Andreas Fuchs, ein betroffener Anwohner, kritisierte, dass die Gemeinde Hopfgarten sich nicht klar gegen das Projekt ausgesprochen habe.
Die Anwohner brachten verschiedene Bedenken vor, darunter mögliche Beeinträchtigungen durch erhöhten Verkehr, Lärm und Staub. Zudem wurde der Erwerb eines angrenzenden Waldstücks durch den Geschäftsführer des Unternehmens infrage gestellt, da dort bereits zahlreiche Bäume gefällt worden sind. Peter Zimmermann von der Bezirksforstdirektion erklärte, dass die Nutzung legal sei und die Gründe für die Baumfällungen unklar blieben.
Der Bürgermeister Paul Sieberer bestätigte, dass bereits eine Verhandlung stattgefunden habe und kündigte an, dass die geplante Fläche von 7.000 m² auf 4.000 m² reduziert werde. Für die Demonstranten bleibt dies jedoch unzureichend, da sie auf die potenziellen negativen Folgen bestehen.
Politische Unterstützung für die Anwohner
Die politischen Vertreter der FPÖ, darunter LA Alexander Gamper und GR Guido Leitner, sprachen sich entschieden gegen das Projekt aus. Gamper hob hervor, dass Zwischenlager in der Region seit Langem ein umstrittenes Thema seien. Markus Sind von der Liste Fritz warnte, dass es mit einem kleinen Zwischenlager beginnen könnte, das leicht ausgeweitet werden könnte. Die NEOS und die Grünen schlossen sich den negativen Stellungnahmen an, die auf Lärmbelastung, vermehrten Verkehr und Anforderungen an den Naturschutz verwiesen.
Stellungnahme der Erdbau Wieser GmbH
In einer Stellungnahme bestätigte die Erdbau Wieser, dass am 13. Mai eine Verhandlung über die Zwischenlagerfläche stattfand. Es seien Verbesserungsvorschläge zum Schutz der Anrainer und der Natur erarbeitet worden, die nun in den überarbeiteten Einreichunterlagen berücksichtigt würden. Die Fläche solle auf unter 5.000 m² verringert und Lärm- sowie Staubbelastungen durch Schutzwälle reduziert werden. Zudem werde die maximale Jahresumschlagmenge auf 4.000 m³ beschränkt und die Anlieferungszeiten eingeschränkt.
Einordnung
Die Reduzierung der Fläche des Zwischenlagers könnte eine Reaktion auf den Widerstand der Anwohner und politischen Vertreter sein. Die Entwicklung wirft Fragen zur zukünftigen Nutzung des Gebiets sowie zu Umwelt- und Verkehrsaspekten auf. Die laufenden Verfahren werden die endgültigen Entscheidungen über das Projekt maßgeblich beeinflussen.


