Neue EU-Richtlinie zur Regulierung von Konsumkrediten tritt in Kraft
BRÜSSEL/ÖSTERREICH. Ab dem 20. November 2023 gilt eine neue EU-Richtlinie, die strengere Regeln für Konsumkredite und „buy now, pay later“-Zahlungsmodelle einführt. Diese Maßnahmen sollen Verbraucher vor hohen Schulden und Unternehmen vor Zahlungsausfällen schützen.
Online-Händler bieten häufig die Möglichkeit an, Produkte über Ratenzahlung zu erwerben. Dies erfolgt in der Regel über Zahlungsdienstleister wie Klarna oder PayPal, die einen einfachen Kauf mit späterer Bezahlung ermöglichen. Auch geringe Raten können sich jedoch rasch summieren, wodurch insbesondere jüngere Käufer den Überblick über ihre Finanzverpflichtungen verlieren.
Kreditwürdigkeitsprüfung vorgeschrieben
Das neue Verbraucherkreditgesetz in Österreich setzt die EU-Richtlinie um, die selbst für Kleinkredite unter 200 Euro strengere Vorgaben erfordert. So müssen Händler und Anbieter von Finanzierungsmodellen klar kennzeichnen, dass es sich um Kredite handelt und gegebenenfalls Zinsen anfallen können.
Zusätzlich sind Finanzinstitute und Zahlungsdienstleister verpflichtet, vor Vertragsabschluss die Bonität ihrer Kunden zu prüfen. Diese Vorgabe wird von den betroffenen Unternehmen als eine erhebliche Belastung kritisiert.
Einordnung
Mit der Einführung dieser Regeln wird sich die Vergabe von Konsumkrediten verändern. Die finanziellen Verpflichtungen der Verbraucher sollen transparenter werden, wodurch das Risiko von Überschuldung verringert werden kann. Gleichzeitig müssen Unternehmen ihre Kreditentscheidungen nun strenger kontrollieren, was die Dynamik im Online-Shopping-Bereich beeinflussen könnte.


