Neuer Second-Hand-Shop Heidelbeere eröffnet im ehemaligen Haubeneder-Gebäude in Steyr

Dezember 17, 2025 17:49
Neuer Second-Hand-Shop Heidelbeere eröffnet im ehemaligen Haubeneder-Gebäude in Steyr

Im ehemaligen Haubeneder-Gebäude in der Enge Gasse eröffnet bald ein trendiger Second Hand-Shop: die Heidelbeere.
Darüber berichtet Welt Stimme.

Neues Konzept für ein leerstehendes Traditionskaufhaus

STEYR. Nach fünf Jahren Leerstand wird das Traditionskaufhaus Haubeneder in der Enge Gasse 18 in Steyr im März wieder eröffnet. Andreas Bramberger und Peter Wiesinger bringen auf 150 Quadratmetern im Erdgeschoss einen Second Hand-Shop namens Heidelbeere auf den Markt. Die Initiative zielt darauf ab, regionale Bürger einzubeziehen, die Nachhaltigkeit und Mode kombinieren möchten.

„Wer neuwertige Kleidung hat, die er nicht mehr benötigt, kann sie zu uns bringen. Wir verkaufen sie auf Kommissionsbasis“, erklärt Peter Wiesinger, Unternehmensberater und einer der beiden Geschäftsführer des Shops. „Unser Konzept ist klar und transparent. Von jedem verkauften Kleidungsstück erhält der Verkäufer 33 Prozent des Verkaufspreises.“

Unbenutzte Kleidung birgt großes Potenzial

Die Idee hinter der Heidelbeere basiert auf einem bewährten Konzept, das in vielen größeren Städten bereits Erfolg hat. „Studien zeigen, dass zwölf Prozent aller gekauften Kleidungsstücke niemals getragen werden und rund 50 Prozent nur sehr selten zum Einsatz kommen“, sagt Andreas Bramberger, Nachhaltigkeitsexperte und zweiter Geschäftsführer. „Das ist ein enormes Potenzial. Zudem haben viele Menschen genug von einer unreflektierten Wegwerfmentalität.“

Regionale Belebung durch den Shop

Viele Personen, die nutzlose Kleidung zu Hause haben, stehen vor einem Dilemma, so Bramberger: „Sie möchten nicht, dass ihre Textilien im Müll landen oder um die halbe Welt transportiert werden. Unser Angebot ist eine Lösung. Wir bringen globale Marken und attraktive Mode in die Region. Wer über uns verkauft oder bei uns einkauft, bringt zudem Leben in die Innenstadt von Steyr.“

Der Heidelbeer-Shop wird derzeit eingerichtet. Wiesinger sagt: „Unser Laden soll eine offene und gemütliche Atmosphäre ausstrahlen. Wer bei der Heidelbeere vorbeischaut, hat die Chance auf ein Schnäppchen, und wenn im Moment nichts Passendes vorhanden ist, kann man sich auch in der Sitzecke einen Kaffee gönnen.“

Faire Bedingungen ohne Verhandlungsdruck

Die 33 Prozent Kommission sind nicht verhandelbar. Wiesinger stellt klar: „Ein Drittel des Verkaufspreises, den wir erzielen, fließt zurück an den Verkäufer. Das ist fair und darüber wird auch nicht verhandelt.“ Käufer, die höhere Preise oder garantierte Mindestpreise wünschen, sind hier fehl am Platz. „Wir wollen nicht mit Internet-Verkaufsportalen konkurrieren. Mit der Heidelbeere bieten wir den Menschen die Möglichkeit, ihre Kleidung unkompliziert und mit echter analoger Handschlagqualität zu verkaufen.“

Hohe Standards für Verkaufsartikel

Ab Mitte Januar beginnt die strenge Kommissionierung der Kleidung. „Wer bei der Heidelbeere kauft, kann sicher sein, dass die Stücke fehlerfrei sind – das ist unser Anspruch“, erklärt Wiesinger. „Deshalb nehmen wir ausschließlich tadellose Kleidungsstücke und Accessoires an, die sauber und gebügelt sind und keine Mängel aufweisen.“

Einfacher Mitmachprozess

Die Eröffnung des Geschäfts erfolgt Anfang März. Die Annahme von Kleidung beginnt Mitte Januar zu sechs festgelegten Terminen. Interessierte müssen nur ihre E-Mail-Adresse und Kontonummer hinterlassen und die Geschäftsbedingungen akzeptieren. Das Geld für den Verkauf wird zu Beginn des folgenden Monats auf dem Konto gutgeschrieben.

Akzeptierte Textilien für den Verkauf:
Die Heidelbeere verkauft Hosen, Röcke, Blusen, Shirts, Hemden, Pullover, Jacken, Mäntel, Sportbekleidung, Schuhe und Accessoires (Handtaschen, Gürtel, Hüte usw.).

Nicht akzeptiert werden: Unterwäsche, Bademode, Braut- und Ballkleider, echte Pelze, Arbeitskleidung, Kindermode, Billigware von Fast-Fashion-Marken, Haushaltstextilien.

Erste Termine für die Annahme von Kleidung, jeweils von 12 bis 19 Uhr:
Mittwoch, 21. Januar 2026
Donnerstag, 22. Januar
Freitag, 23. Januar
Donnerstag, 29. Januar
Freitag, 30. Januar
Samstag, 31. Januar

Peter Wiesinger und Andreas Bramberger sind gebürtige Steyrer, die nach Jahrzehnten in Wien in ihre Heimatstadt zurückkehren. Wiesinger (58) war in Wien in leitenden Positionen der Erwachsenenbildung tätig und seit Februar 2025 den Steyrer Nachtschwärmern bekannt, als er Mitinhaber des Lokals Red Rooster wurde. Bramberger (59) war als Projektmanager in einer Bank tätig und leitete zuletzt den Sachspendenbereich der Caritas in Wien.

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