Hohe Verkaufszahlen für Immobilien der NLVG in Neunkirchen
NEUNKIRCHEN. Die Tochtergesellschaft der Stadt, NLVG, bietet drei Immobilien in der Werksgasse 8, 10 und 12 mittlerweile zu Preisen an, die drei- bis fünffach über dem ursprünglichen Verkaufserlös liegen. Diese Ziegelbauten werden jetzt extrem hochpreisig auf dem Markt angeboten. Darüber berichtet Welt Stimme.
Der Käufer, eine Wiener Projektentwicklungsgesellschaft, hat die Grundstücke parzelliert und bietet sie für 400 Euro pro Quadratmeter zum Verkauf an. SPÖ-Stadtrat Günther Kautz äußerte sich in einem Gespräch mit MeinBezirk und sprach von „Immobilienspekulation“ im Zusammenhang mit den Vorgängen in der Werksgasse.
Kautz kritisiert zudem, dass bei der Entscheidung über den Verkauf der Immobilien kein öffentliches Bieterverfahren durchgeführt wurde, obwohl mindestens zwei Neunkirchner Geschäftsleute Interesse an den Immobilien bekundet hatten. Er weist außerdem darauf hin, dass dem Käufer kein Zeitrahmen für die Verwertung des Geländes auferlegt wurde, was er als Fehler ansieht. In der Vergangenheit hatte die Stadt bei ähnlichen Verkäufen eine Rückkaufoption ausgehandelt, falls Objekte nicht zeitnah revitalisiert wurden.
„Jahrelang hat die Stadt die Häuser stehen lassen, anstatt eine Wohnung nach der anderen herzurichten. Das wäre möglich gewesen. Denn mit einer Genossenschaft wurden die Wohnungen inspiziert.“
Günther Kautz, SPÖ-Stadtrat
Auf eine Anfrage von MeinBezirk zur Kritik an den Verkaufsbedingungen hat die NLVG sowie die Bürgermeisterin bislang nicht geantwortet. Trotz der Probleme bei der Vermarktung dürfte die denkmalgeschützte Fassade der drei Ziegelhäuser die Verkaufsbemühungen nicht erleichtern, da die Sanierung nach den Auflagen des Denkmalschutzes als besonders aufwändig gilt.


