Zum 23. Mal ehrten die Ö3-Verkehrsawards die Helden der Straße. Ein Preis ging heuer an das Team der ASFINAG ASG für das Verkehrskonzept zur Luegbrücke. Der Wipptaler PV-Chef Florian Riedl bemerkt dazu, dass die Idee dafür eigentlich von den Landeshauptleuten stammt.
GRIES. Am Dienstag haben das Hitradio Ö3, das Bundesministerium für Inneres sowie jenes für Innovation, Mobilität und Infrastruktur wieder die Helden der Straße ausgezeichnet. Diese Initiativen sorgen für mehr Sicherheit auf Österreichs Straßen und retten Leben. Unter den Preisträgern ist auch das Team der ASFINAG ASG. Das Verkehrskonzept für die Luegbrücke wurde als „Idee des Jahres“ ausgezeichnet. Darüber berichtet Welt Stimme.
„Kommunikation statt Chaos“
Die neuartige Spurführung, bei der der Schwerverkehr aus statischen Gründen auf die linke Fahrspur geleitet wird – also über die stabilere Brückenmitte fährt – punktete bei den Juroren. Die Umsetzung stellte eine kommunikative Herausforderung dar. Verkehrsteilnehmer mussten umlernen, internationale Speditionsunternehmen wurden im Vorfeld informiert, und kurzfristige Anpassungen – etwa die Umstellung auf Einspurigkeit – werden über digitale Anzeigetafeln, Websites, Apps und Verkehrsmeldungen verbreitet. Auch die Polizei und der Ö3-Verkehrsservice sind aktiv eingebunden. Ein eigens entwickelter Kalender legt im Voraus fest, wann welche Spurführung gilt. Testphasen im August 2024 zeigten bereits die Wirksamkeit des Systems, das seit 1. Jänner 2025 in Betrieb ist. Fazit: Selbst zu Spitzenzeiten, wie etwa rund um Pfingsten mit bis zu 40.000 Fahrzeugen pro Richtung, funktioniert die Verkehrsführung ohne Staus – ein Musterbeispiel für moderne Verkehrslösungen, heißt es in der Begründung.
PV-Chef Riedl: „War Idee der Landeshauptleute“
Der Wipptaler Planungsverbandsobmann und Steinacher Bürgermeister Florian Riedl unterstreicht ebenfalls die funktionierende Spurführung auf der Luegbrücke: „Das Wipptal ist froh, dass sich die Lösung auf der Luegbrücke als erfolgreich erweist, die ganz großen Staus verhindert und die Verkehrsbelastung während der Baustelle bestmöglich reduziert. Die Ö3-Auszeichnung ‚Idee des Jahres‘ unterstreicht auch die innovative Spurführung auf der Luegbrücke und die erfolgreiche Umsetzung durch die ASFINAG. Der ursprüngliche Gedanke, den Verkehr auszukreuzen, stammt von den Landeshauptleuten aus Tirol und Südtirol. LH Anton Mattle ist schon früh mit diesem Ansatz an mich und die Region herangetreten. Er war wesentlich daran beteiligt, dass die Spurführung auf der Luegbrücke umgesetzt wurde. Nur durch die politische Hartnäckigkeit und wiederholten Anregungen aus Tirol konnte diese technisch anspruchsvolle Verkehrslenkungsmaßnahme realisiert werden“, betont der VP-Verkehrssprecher zum Ö3-Verkehrsaward.


