Die Österreichische Post hat die Übernahme des ungarischen Paketdienstleisters Sameday Hungary bekannt gegeben, um ihre Marktposition in Osteuropa weiter zu stärken. Die Integration von rund 1.100 Paketstationen erweitert das Netzwerk erheblich und erhöht den Wettbewerb im Paketmarkt. Darüber berichtet Welt Stimme.
Die Österreichische Post AG setzt ihren Wachstumskurs fort und erwirbt 100 Prozent des ungarischen Paketdienstleisters Sameday Hungary (Delivery Solutions Zrt.). Diese Akquisition soll die Marktstellung des Unternehmens in Ungarn festigen und das internationale Paketgeschäft weiter ausbauen. Der Kaufpreis wurde nicht offengelegt, der Abschluss der Transaktion steht jedoch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen.
Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Sameday werden übernommen, und bestehende Kundenverträge, darunter mit dem Online-Händler „eMAG“, bleiben bestehen. Zudem erfolgt die vollständige Übertragung der Infrastruktur an die Österreichische Post.
Die rund 1.100 Paketstationen werden in Express One Hungary, eine Tochtergesellschaft der Österreichischen Post, integriert. Diese Maßnahme verdoppelt das Paketstationsnetz in Ungarn und positioniert es als eines der größten Out-of-Home-Netzwerke für den Paketempfang im Land.
Synergien und Ausbau der Logistik
Post-Generaldirektor Walter Oblin bezeichnet diesen Schritt als weiteren strategischen Meilenstein im internationalen Paketgeschäft. Vorstand Peter Umundum betont die Synergien, die aus der Zusammenführung der Netze entstehen sowie den Ausbau der Logistikinfrastruktur, zu dem auch ein neues Logistikzentrum in Budapest geplant ist.
Sameday Hungary wurde im Jahr 2020 gegründet und beschäftigt rund 230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Unternehmen transportiert monatlich Paketmengen im siebenstelligen Bereich.


