ÖVP-Auftaktkonferenz 2026: Deregulierung und Investitionen in KI für wirtschaftlichen Aufschwung in Oberösterreich

Feber 5, 2026 16:17
ÖVP-Auftaktkonferenz 2026: Deregulierung und Investitionen in KI für wirtschaftlichen Aufschwung in Oberösterreich

Bei der Präsentation seiner Strategie zur Stärkung der Wirtschaft in Oberösterreich erklärte Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) in Anwesenheit von BWT-Chef Andreas Weißenbacher die Bedeutung des Unternehmens für die regionale Entwicklung. Darüber berichtet Welt Stimme.

OÖ, MONDSEE. „BWT ist international erfolgreich und das mit einem klaren Bekenntnis zum Headquarter in Oberösterreich“, betonte Landeshauptmann Thomas Stelzer während der ÖVP-Auftaktkonferenz am Mittwoch, den 4. Februar 2026. Stelzer plant, den wirtschaftlichen Aufschwung im Land durch ein zweites Deregulierungs-Sammelgesetz sowie ein umfassendes Industriepaket voranzutreiben.

Investitionen in KI, Wasserstoff und Sicherheit

Die Industriestrategie legt Schwerpunkte auf die Entwicklung von künstlicher Intelligenz sowie die Erzeugung und Speicherung von Wasserstoff. „114 Millionen Euro sind im Bereich Forschung und Wissenschaft im Budget vorgesehen“, informierte Stelzer. Zudem wird eine neu gegründete Sicherheitsallianz Unternehmen im Bereich der Sicherheitstechnologien gezielt unterstützen.

Demografie als Herausforderung

Wirtschaftsforscherin Monika Köppl-Turyna untermauerte mit aktuellen Zahlen, dass der lange erwartete Aufschwung bevorsteht. „Nach einem Minus von 0,7 Prozent erwarten wir heuer ein Plus von 1,2 Prozent und 2027 bereits ein Plus von 1,4 Prozent“, so die Direktorin von Eco Austria. Sie sieht die größte Herausforderung in der Demografie, dem Fachkräftemangel und den steigenden Ausgaben für die Altersversorgung. „Um den Standort zukunftsfit zu machen, müssen wir an mehreren Hebeln ansetzen: Deregulierung, Kapitalmarktstärkung und eine rasche Umsetzung der Industriestrategie mit konkreten Schritten“, zählte Köppl-Turyna weitere notwendige Maßnahmen auf.

Fokus auf die „wichtigen Dinge“

Während eines Rundgangs durch das Mondseer BWT-Hauptquartier zeigte Andreas Weißenbacher die Entwicklung des Unternehmens von den insolventen Mondseer Armaturenwerken zum internationalen Technologieführer im Bereich Wasseraufbereitung. Er kündigte auch bedeutende Innovationen an, darunter Möglichkeiten zur Filtration von PFAS aus Wasser.

„Die Politik braucht eine Wirtschaft, die funktioniert, und Betriebe, die ihre Probleme selbst lösen“, betonte Weißenbacher.

Die zentrale Botschaft für ihn ist, dass man sich auf die „wichtigen Dinge“ konzentrieren sollte. Dazu zählt er die Vermeidung von Plastikflaschen, um weltweit Müllberge zu reduzieren und zu verhindern, dass Mikroplastik sich in der Plazenta und den Zellen der Menschen ansammelt.

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