Der Windpark Sandl hat durch die jüngsten Äußerungen von Landeshauptmann Thomas Stelzer neue Hoffnung auf Umsetzung erhalten. Trotz der bisherigen Einschränkungen durch das schwarz-blaue Windkraft-Ausschlusszonen-System könnte das Großprojekt, das 22 Windräder mit einer jährlichen Produktion von bis zu 500.000 Megawattstunden und Investitionen von rund 260 Millionen Euro vorsieht, nun doch realisiert werden. Stelzer informierte die Oberösterreichischen Nachrichten, dass die Windkraftzonen in Oberösterreich erst im Jahr 2026 verbindlich festgelegt werden, wodurch laufende Projektverfahren nicht betroffen sind. Darüber berichtet Welt Stimme.
SANDL. „Inzwischen stammen beinahe 88 Prozent des oberösterreichischen Stroms aus erneuerbaren Energieträgern“, erklärte Stelzer. „In den Bereichen Photovoltaik sowie Wasser- und Biomasse-Energie sind wir Vorreiter. Wir verfolgen das Ziel, möglichst viel grünen Strom zu erzeugen. Allerdings wird es für den Windpark Sandl keine anderen Spielregeln, sondern ein herkömmliches Genehmigungsverfahren geben.“ Zudem müsse geregelt werden, wie der in Sandl produzierte Strom abtransportiert werde.
Vertrauen der Projektwerber gestärkt
Die Projektwerber in Sandl – Benno Czernin-Kinsky, Eigentümer des Forstguts Rosenhof, sowie Benedikt Abensperg und Traun – beschreiben Stelzers Aussagen als „wichtiges Signal, das verdeutlicht, dass alle Beteiligten an einer konstruktiven und rechtlich fundierten Lösung interessiert sind.“ Dies stärke ihr Vertrauen in den weiteren Verlauf des Vorhabens. Die Umweltverträglichkeitsprüfung, die bereits läuft, wird weiterhin fortgesetzt.
„Der Windpark Sandl bedeutet Klimaschutz, Versorgungssicherheit und regionale Wertschöpfung für eine strukturschwache Region“, sagt Landesrat Stefan Kaineder. „Es ist unverantwortlich, Zukunftschancen wie diese zu gefährden.“
Kaineder: „Notwendiges Machtwort“
„Der grüne Druck hat gewirkt: Das Verbot des größten Windparks Oberösterreichs dürfte fallen“, äußerte sich Landesrat Stefan Kaineder erfreut. „Landeshauptmann [Thomas] Stelzer hat hiermit ein dringend notwendiges Machtwort gesprochen.“ Kaineder fordert jedoch, dass das schwarz-blaue Windkraftverbot endgültig abgeschafft wird. „Über Windkraftprojekte muss in gesetzlich vorgesehenen Verfahren entschieden werden – nicht durch politische Willkür.“


