Paramount Skydance erzielt Einigung mit US-Bundesstaaten über Fusion
Der TV- und Filmkonzern Paramount Skydance hat sich gemäß einem Medienbericht mit den US-Bundesstaaten geeinigt, die gegen seine geplante Fusion mit Warner Bros Discovery in Höhe von 110 Milliarden Dollar geklagt hatten. Diese Einigung könnte ein entscheidendes Hindernis für einen der größten Zusammenschlüsse in der Geschichte der Medienbranche beseitigen.
Die Einigung wurde am vergangenen Wochenende erzielt und soll noch im Laufe des Tages offiziell bekannt gegeben werden. Laut dem Bericht stiegen die Aktien von Warner Bros Discovery um fast zehn Prozent, während die von Paramount um rund sieben Prozent zulegten.
Eine von Kalifornien angeführte Koalition von zwölf Bundesstaaten hatte im Juli Klage eingereicht, um die Fusion zu blockieren. Die Kläger argumentierten, der Zusammenschluss würde den Wettbewerb beim Kinofilmverleih und bei der Lizenzierung von Kabelfernsehkanälen beeinträchtigen. Der Einigung zufolge sollen unter anderem unabhängige Redaktionsausschüsse für CBS und CNN eingerichtet werden.
Zusätzlich berichtete das „Wall Street Journal“, dass es auch Überlegungen zu Zugeständnissen gibt, darunter eine 1,5-Milliarden-Dollar-Investition in die Filmproduktion in Kalifornien sowie die Verpflichtung zur Produktion von 30 Filmen pro Jahr nach der Fusion. Wettbewerbsbehörden in anderen Regionen, einschließlich der Europäischen Union und Großbritannien, haben die Übernahme bereits genehmigt.
Einordnung
Mit der Einigung werden wesentliche Bedenken hinsichtlich des Wettbewerbs beseitigt, wodurch die Fusion nun wahrscheinlicher wird. Dies könnte erhebliche Auswirkungen auf die Struktur des Medienmarktes und die Produktionslandschaft im Kino- und Fernsehbetrieb haben.


