Podiumsdiskussion der Neos zur Zukunft der Betriebe
Am 7. September fand in der Team 7 Welt in Ried eine Podiumsdiskussion der Neos unter dem Titel „Starke Betriebe – starke Region – starke Zukunft“ statt. Diskutiert wurde über Herausforderungen und Lösungen für die Zukunft der Unternehmen.
Zu den Teilnehmern zählten Karl Mayr von der Fussl Modestraße, Ehsan Zadmard von der EWTH & Alveri, Neos-Wirtschaftssprecher Markus Hofer, die stellvertretende Geschäftsleiterin des AMS Ried Nicole Danninger sowie Unternehmensberaterin Katharina Ehrenfellner. Die Diskussion wurde von Doris Nentwich, der Landesgeschäftsführerin von Neos Oberösterreich, moderiert. Felix Eypeltauer, Landessprecher der Neos, kritisierte in seiner Einleitung den Bürokratismus in Europa. Mayr stimmte dem zu und führte die neue EU-Lieferkettenverordnung sowie steigende Lohn- und Energiekosten als bedeutende Probleme an.
Um die Lohnstückkosten zu senken, fordert Mayr eine 40-Stunden-Woche anstelle der derzeitigen 38,5-Stunden-Woche sowie eine substanzielle Senkung der Lohnnebenkosten. Laut Mayr ist die geplante Reduzierung um einen Prozentpunkt ab 2028 nicht ausreichend. Zadmard unterstützte diese Ansicht und betonte die Notwendigkeit, die Wettbewerbsfähigkeit durch grundlegende Veränderungen zu sichern.
Bedeutung der Kinderbetreuung hervorheben
Danninger und Ehrenfellner wiesen auf die unzureichenden Kinderbetreuungsmöglichkeiten in Oberösterreich hin. Viele Frauen sind auf die Unterstützung von Großeltern angewiesen und können daher oftmals nur Teilzeit arbeiten. Die Podiumsteilnehmer forderten zudem einen Bonus für Vollzeitkräfte anstelle der derzeitigen steuerlichen Begünstigungen für Teilzeitarbeit.
Lehre als Schlüssel zur Zukunft
Hofer stellte fest, dass die Künstliche Intelligenz dazu führen könnte, das Image der Lehrberufe zu verbessern. Aktuell sei die Lehre in der Gesellschaft jedoch nachteilig positioniert. „Unsere duale Ausbildung ist einzigartig und wir müssen ihr Ansehen stärken“, so Hofer.
Einordnung
Die Vorschläge der Diskutanten zielen auf grundlegende Reformen in der Arbeitszeit- und Lohnstruktur ab, um die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Betriebe zu sichern. Ein Fokus auf verbesserte Kinderbetreuung und die Stärkung der Lehre werden als essentielle Faktoren identifiziert, um wirtschaftlich erfolgreich zu bleiben.


