Großinvestition im Flachgau: Die Post baut ihren Standort in Wals aus und will so die Sortierleistung verdreifachen. Beim heutigen Spatenstich waren Bundesminister Wolfgang Hattmannsdorfer, Landeshauptfrau Karoline Edtstadler sowie die Bürgermeister von Salzburg und Wals, Bernhard Auinger und Andreas Hasenöhrl, vor Ort.
WALS-SIEZENHEIM. „Es ist ein wichtiger Meilenstein für die Österreichische Post“, betonte Generaldirektor Walter Oblin beim heutigen Spatenstich für den Ausbau des Logistikzentrums der Post in Wals. Hier investiert die Post rund 55 Millionen Euro in das bestehende Zentrum, um es zu erweitern und zu modernisieren. Künftig sollen am Standort in Wals bis zu 24.000 Pakete pro Stunde sortiert werden, was einer Verdreifachung der Kapazitäten entspricht. Darüber berichtet Welt Stimme.
Inbetriebnahme soll Ende 2027 folgen
Im laufenden Betrieb wird nun ein Teil der Bestandsgebäude abgerissen, bevor ein neues Untergeschoß mit Tageslichteinfall sowie ein neues Erdgeschoß errichtet wird. Aktuell rechnet die Post mit einer Inbetriebnahme im vierten Quartal 2027. Laut Peter Umundum, Generaldirektor-Stellvertreter und Vorstand für Paket und Logistik bei der Österreichischen Post, ist das Bauprojekt in Wals das innovativste Zentrum Europas.
„Salzburg profitiert hierbei von Erfahrungen, die wir in Istanbul und Wien gemacht haben.“
Peter Umundum, Generaldirektor-Stellvertreter der Österreichischen Post
Installiert wird ein hybrides Fördertechniksystem mit drei unterschiedlichen Sortieranlagen für Kleinpakete, normale Pakete und Sperrgutpakete. Als Novum in Europa kommt außerdem ein Matrixsorter zum Einsatz, wie die Post angibt.
Klares Bekenntnis zum Standort Salzburg
Auf dem heutigen Spatenstich war neben dem Walser Bürgermeister Andreas Hasenöhrl, dem Salzburger Bürgermeister Bernhard Auinger und Landeshauptfrau Karoline Edtstadler auch Bundesminister Wolfgang Hattmannsdorfer vor Ort. Dieser betonte:
„Investitionen in die Infrastruktur der Österreichischen Post sind eine gute Nachricht für unseren Wirtschaftsstandort. Denn ein starker Standort braucht eine ausgebaute, moderne und verlässliche Logistik. Gerade deshalb ist dieses Engagement so wichtig. Ich danke der Österreichischen Post für dieses klare Bekenntnis zum Standort und für ihre Rolle als starke und verlässliche Partnerin im ÖBAG-Verbund.“
Wolfgang Hattmannsdorfer, Bundesminister für Wirtschaft, Energie und Tourismus
Für Hattmannsdorfer ist darüber hinaus klar: „Die Schicksalsfrage unserer Zeit ist, wie wir unseren Wohlstand erhalten können, und dafür müssen wir wettbewerbsfähig bleiben.“
In eine ähnliche Richtung schlägt auch die Salzburger Landeshauptfrau Karoline Edtstadler ein: „Diese Investition in die zentrale Logistik-Drehscheibe der Post ist ein wichtiges Signal für Salzburg: Damit stärken wir den Wirtschaftsstandort, sichern Arbeitsplätze und modernisieren die Infrastruktur auf dem bestehenden Areal.“
„Das Projekt steht für Innovationskraft und Nachhaltigkeit – verantwortungsvoll, effizient und im engen Schulterschluss mit der Gemeinde Wals-Siezenheim und der Wirtschaft.“
Karoline Edtstadler, Landeshauptfrau von Salzburg
Post: Keine zusätzliche Versiegelung
Nach eingehender Analyse des rund 40.000 Quadratmeter großen Betriebsgeländes setzt die Post eigenen Angaben zufolge auf Nachverdichtung statt Neuversiegelung. Durch ein lichtdurchflutetes Untergeschoß wird die Nutzfläche des Logistikzentrums auf knapp 25.000 Quadratmeter erweitert.
Gleichzeitig stehen umfassende Maßnahmen zur Nachhaltigkeit im Fokus: Die Bestandsgebäude werden mit einem neuen Dach ausgestattet und thermisch saniert, um den Energieverbrauch deutlich zu senken. Ergänzend entsteht eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 880 Kilowatt Peak. Ein Gründach sowie eine begrünte Fassade sollen zusätzlich zur ökologischen Aufwertung des Standorts beitragen.


