druck.at und die Rote Kreuz Bezirksstelle Triestingtal haben in Niederösterreich einen geschlossenen Unternehmenskurs zur Psychischen Ersten Hilfe erfolgreich durchgeführt.
BEZIRK BADEN/LEOBERSDORF. Zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden dabei zu Psychischen Ersthelferinnen und -helfern ausgebildet – ein starkes Signal für Weiterbildung, Teamgeist und gegenseitige Unterstützung im Betrieb. Darüber berichtet Welt Stimme.
Unter der Koordination des druck.at Betriebsrats wurde in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz Niederösterreich der Kurs über zwei Tage (16 Stunden) veranstaltet. Die Teilnehmer lernten die notwendigen Werkzeuge kennen, um in psychischen Ausnahmesituationen angemessen zu reagieren und Unterstützung zu leisten.
Psychische Erste Hilfe anbieten
„Gerade im Arbeitsumfeld verbringen wir viel Zeit miteinander. Es ist wichtig, dass wir aufeinander achten, Unterstützung geben und auch schwierige Themen offen ansprechen können. Der Kurs hat uns gezeigt, dass es oft nur ein Gespräch, Zuhören oder einfach Dasein braucht, um jemandem zu helfen“, sagte Denise Polley, Betriebsratsvorsitzende bei druck.at.
Mario Schneidhofer von der Roten Kreuz Bezirksstelle Triestingtal betonte: „Psychische Erste Hilfe ist ebenso bedeutend wie körperliche Erste Hilfe. Wir alle können mit einfachen Mitteln dazu beitragen, dass Menschen in Ausnahmesituationen nicht alleine gelassen werden. Das Wissen, wann man zuhört, nachfragt und weitere Unterstützung organisiert, kann entscheidend sein.“
Zuhören in Krisen-Momenten
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten sich begeistert von den praxisnahen Inhalten und der Möglichkeit, künftig als Psychische Ersthelferinnen und -helfer im Unternehmen aktiv zu sein. druck.at plant, das Thema auch langfristig im Arbeitsalltag zu verankern und weitere Kurse durchzuführen.
Der praxisorientierte Lehrgang vermittelte grundlegende Methoden, um Betroffene in Krisen-Momenten zu stabilisieren, zuzuhören und erste Schritte zur Hilfe einzuleiten – ähnlich wie bei klassischer Erster Hilfe, jedoch auf psychologischer Ebene. Es wurden die unterschiedlichen Auslöser von Krisen und mögliche Reaktionen der Betroffenen besprochen.
Themen wie Stress und Stressbewältigung, Gesprächsführung mit Menschen in akuten Krisen, Einführung in Trauerprozesse sowie Informationen zu psychischen Erkrankungen standen ebenfalls auf dem Programm. Zentrale Ziele des Kurses sind das Abbau von Hemmschwellen, die Reduzierung von Vorurteilen gegenüber psychischen Erkrankungen sowie die Befähigung der Teilnehmer, bei Bedarf aktiv zu werden.


