Absage des Bachelorstudiums „Quantum Science and Technology“ an der JKU
Die Johannes Kepler Universität (JKU) hat die Einführung des Bachelorstudiums „Quantum Science and Technology“ wegen unzureichender Planungssicherheit abgesagt. Dies geht aus einer Mitteilung der Universität hervor.
Das geplante Studium sollte in englischer Sprache im kommenden Wintersemester starten. Die JKU begründet die Entscheidung mit der angespannten Budgetsituation und der fehlenden Festlegung des Gesamtbudgets für die Leistungsvereinbarungsperiode 2028–2030. Im Wissenschaftsministerium äußerte man Überraschung über die Absage, da man durch die Medien davon erfahren habe. Laut Ministerium sei bislang keine Studienkennzahl eingegangen, weshalb kein Studienplan erstellt werden konnte. Zudem sei die aktuelle Leistungsvereinbarung bis Ende 2027 gültig.
ÖH JKU: Kritik am Studienkonzept
Markus Frandl, Vorsitzender der ÖH JKU, äußerte sich kritisch zum geplanten Studium. Er bezeichnete es als „kopiertes Physikstudium mit etwas Informatik“ und bemängelte die unzureichende Bewertung der Physikvorlesungen. Physikvorlesungen mit 6 ECTS seien im Studiumsplan lediglich mit 3 ECTS angerechnet worden, was das Studium unstudierbar gemacht hätte. Laut Frandl wurde die Kritik seitens der Universität nicht ernst genommen.
Einordnung
Die Absage des Bachelorstudiums hat Auswirkungen auf die Studienlandschaft an der JKU und verringert das Angebot im Bereich der Quantenwissenschaften. Dies könnte auch langfristig die Attraktivität der Universität für internationale Studierende beeinflussen.


