Saudi-Arabien stellt Pipeline nach Angriffen vorübergehend ein
Saudi-Arabien hat vorsorglich die Ost-West-Pipeline stillgelegt, nachdem Drohnenangriffe auf die Leitung Schäden verursachten und mehrere Menschen verletzten. Der Angriff, der aus dem Irak gestartet wurde, wurde in einer Mitteilung des saudischen Außenministeriums bekannt gegeben.
Die Pipeline transportiert bis zu sieben Millionen Barrel Öl pro Tag vom Persischen Golf zum Roten Meer. Dies ist besonders bedeutsam, da die Straße von Hormuz, ein wichtiger Ölexportweg, durch iranische Aktionen blockiert ist. Der Vorfall zeigt die zunehmenden Bedrohungen, denen Saudi-Arabiens Ölexporte ausgesetzt sind.
US-Medien berichteten, dass Pumpstationen der Pipeline betroffen sein sollen, basierend auf Satellitenbildern, die Brände in der Region zeigen. Der genaue Umfang der Schäden sowie die Dauer der Reparaturen sind derzeit unklar. Bereits im April wurde die Pipeline aufgrund von Angriffen ebenfalls zeitweise außer Betrieb genommen.
Parallel zu den Problemen mit der Pipeline ist auch der Seeweg über das Rote Meer in Richtung Asien gefährdet. Die Houthi-Rebellen im Jemen haben wichtige Küstenabschnitte und strategische Inseln eingenommen, was ihren Einfluss auf die Schifffahrt in der Meerenge Bab al-Mandab verstärkt. Diese Meerenge ist ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt für den Weltölhandel.
Einordnung
Die Stilllegung der Pipeline könnte zu einem Anstieg der Ölpreise führen, angesichts der bereits angespannteren Lage durch den Iran-Krieg und die Aktivität der Houthis. Experten warnen, dass der Preis für Rohöl in den nächsten Wochen erheblich steigen könnte, was sowohl Saudi-Arabiens Wirtschaft als auch den globalen Energiemarkt stark beeinflussen dürfte.


