Schließung von „WorkOut Hernals“: Eigentümer wirft SkyeDC Real Estate mangelndes Interesse vor

Jänner 27, 2026 20:57
Schließung von "WorkOut Hernals": Eigentümer wirft SkyeDC Real Estate mangelndes Interesse vor

Das Fitnessstudio „WorkOut Hernals“ in der Rötzergasse wird am Sonntag, den 31. Januar, für immer geschlossen. Betreiber Martin Becker wirft der SkyeDC Real Estate GmbH vor, kein ernsthaftes Interesse an einer Fortführung des Studios gezeigt zu haben. Becker äußerte sich dazu in einem Interview. Darüber berichtet Welt Stimme.

WIEN/HERNALS. In wenigen Tagen schließt das traditionsreiche Fitnessstudio „WorkOut Hernals“ nach dreißig Jahren seine Pforten. Am Sonntag, den 31. Januar, muss Besitzer Martin Becker das sechtsstöckige Gebäude „besenrein“ übergeben.

Ursprünglich hatte Becker, der in den Ruhestand geht, geplant, das Studio an einen Nachfolger zu übergeben. Er erklärt jedoch, dass dieses Vorhaben an den Eigentümern der SkyeDC Real Estate GmbH gescheitert sei. Im Interview erklärte der Geschäftsführer, dass von seitens der Eigentümer stets die Bereitschaft vorgelegen habe, den Standort mit einem der vorgeschlagenen Nachfolger fortzuführen und substantielle Investitionen zu tätigen. Es habe sich jedoch herausgestellt, dass der „tatsächliche Zustand der Liegenschaft deutlich komplexer ist, als zunächst angenommen.“

Probleme im Gebäude und deren Ursprung

Alexander Penkner, Geschäftsführer der SkyeDC Real Estate GmbH, teilte mit, dass mehrere Probleme an der Gebäudestruktur entdeckt worden seien. Ein wesentlicher Teil dieser Probleme sei „nicht allein alters- oder eigentümerbedingt“, sondern „auch auf Art und Umfang der Nutzung zurückzuführen“. Fachleute hätten nach Einschätzung des Eigentümers eine umfassende Investition in Millionenhöhe vorgenommen, um die Gebäudesubstanz auf eine dauerhaft sichere, zeitgemäße und wirtschaftliche Basis zu stellen.

Nachfolgegespräche und deren Scheitern

Alexander Penkner wies darauf hin, dass die potenziellen Nachfolger bemängelt hätten, der hohe Sanierungsbedarf resultiere daraus, dass das Objekt über viele Jahre intensiv genutzt wurde, ohne dass seitens des Betreibers WorkOut irgendwelche Reinvestitionen in die bauliche und technische Substanz vorgenommen worden seien.

Den Vorwurf von Martin Becker, dass kein Interesse der Eigentümer an Investitionen gegeben sei, wies Penkner zurück. „Ausschlaggebend war vielmehr die Kombination aus erheblichem Sanierungsbedarf, unklaren Haftungsfragen und fehlender wirtschaftlicher Tragfähigkeit.“ Wie es mit dem Standort nach dem 31. Januar weitergeht, ist bisher unklar. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus, aber man prüfe aktuell mehrere Optionen, einschließlich alternativer Nutzungskonzepte oder einer Veräußerung.

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