EU-Forschungsprojekt zur Verkehrssicherheit startet Testphase in Linz
Ein EU-Forschungsprojekt soll gefährliche Situationen zwischen Fußgänger:innen und öffentlichen Verkehrsmitteln frühzeitig erkennen. An der Johannes Kepler Universität Linz wird nun eine Technologie getestet.
Im Rahmen des Horizon-Europe-Projekts OptiPEx entwickelt das Team der Abteilung „Intelligente Transportsysteme“ unter der Leitung von Cristina Olaverri-Monreal ein intelligentes System zur Erhöhung der Verkehrssicherheit. Ziel ist es, potenziell gefährliche Begegnungen zwischen Fußgänger:innen und öffentlichen Verkehrsmitteln rechtzeitig zu erkennen und vor Konfliktsituationen zu warnen.
In der Linzer Innenstadt kommt für die Datenerfassung ein LiDAR-Sensor zum Einsatz, der auf einer Straßenbahn montiert ist. Dieser Sensor nutzt Laserimpulse zur Umgebungsanalyse, ohne dabei identifizierbare Bildinformationen wie Fotos oder Videos aufzunehmen. Stattdessen erstellt das System Punktwolken durch das Messen von Abständen zu Objekten.
Die nicht personenbezogenen Messdaten ermöglichen es den Forschenden, Bewegungsmuster, Abstände und Annäherungssituationen im Verkehrsraum zu analysieren. Der Fokus liegt dabei auf der Entwicklung von Algorithmen zur zuverlässigen Erkennung kritischer Verkehrssituationen.
Das Projekt wird durch die Linz Linien unterstützt, die ein Fahrzeug für den Messaufbau bereitstellen. Dies trägt zur Erforschung und Entwicklung innovativer Technologien für einen sichereren öffentlichen Verkehr bei.
Einordnung
Die Forschungstechnik könnte die Verkehrssicherheit in städtischen Gebieten erheblich verbessern. Durch die frühzeitige Warnung vor gefährlichen Situationen wird die Wahrscheinlichkeit von Unfällen reduziert, was für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer:innen von großer Bedeutung ist.


