Steirische Seilbahnbetreiber investieren in Infrastruktur
Die steirischen Seilbahnbetreiber haben in diesem Jahr 76 Millionen Euro in die Modernisierung ihrer Infrastruktur investiert. Dies wurde während einer Tagung der steirischen Seilbahnbetriebe am Dienstag in Obdach verkündet.
„Der Großteil der Investitionen fließt in die Verbesserung der Beschneiungsinfrastruktur“, erklärte Daniel Berchthaller, Obmann der steirischen Seilbahnen in der WKO Steiermark und Geschäftsführer der Reiteralm. Ohne diese Investitionen könnte die wirtschaftliche Lage in den steirischen Bergen und Tälern stark beeinträchtigt werden, so Oliver Käfer, Geschäftsführer der Fachgruppe Seilbahnen in der WKO Steiermark. Die größte Einzelinvestition war eine neue Achtersesselbahn am Kreischberg, in die 18,5 Millionen Euro investiert wurden.
Kleine Skigebiete als wichtige Akteure
Während der Tagung sprachen sich die Seilbahnbetreiber für eine verstärkte Unterstützung kleiner Skigebiete aus, die als „Talentschmieden des Wintersports“ gelten. Berchthaller wies darauf hin, dass diese Gebiete auch eine wichtige Wertschöpfung für die Regionen darstellen. Zudem kritisierte die Branche die derzeitigen Vorgaben für Schulskikurse und fordert flexiblere Regelungen, um mehr Schülerinnen und Schüler die Teilnahme zu erleichtern. Insbesondere die Mindestteilnahme von 70 Prozent und zeitliche Einschränkungen würden den Zugang zum Wintersport erschweren.
Impulse durch Skilegende Renate Götschl
Ein Highlight der Veranstaltung war die Keynote von der ehemaligen Weltklasse-Skirennläuferin Renate Götschl, die ihre ersten Schwünge auf dem elterlichen Bergbauernhof in St. Georgen im Obdachegg geübt hat.
In der Steiermark betreiben rund 190 Seilbahnen und Lifte etwa 900 Pistenkilometer. Diese sichern laut Branchenangaben 1.300 Arbeitsplätze und schaffen zusätzlich rund 8.800 Jobs in verbundenen Wirtschaftszweigen. Die gesamte Wertschöpfungskette rund um die Seilbahnen generiert jährlich etwa 530 Millionen Euro.
Einordnung
Die Investitionen in die Infrastruktur sind entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit der steirischen Skigebiete. Durch die Förderung kleiner Skigebiete und flexiblere Regelungen für Schulskikurse wird angestrebt, den Zugang zum Wintersport zu erleichtern und die Wertschöpfung in den Regionen nachhaltig zu sichern.


