Nach Dopingfall: Rekord des Linz-Marathons nachträglich gestrichen
LINZ. Die Kenianerin Gladys Jerop Kimaina, die im Vorjahr den Linz-Marathon gewonnen hat, ist aufgrund eines Dopingverstoßes nachträglich disqualifiziert worden. Damit wurde auch die Streckenbestmarke von 2:24:58 Stunden aus den Rekordbüchern gestrichen. Die diesjährige Siegerin, Kimainas Landsfrau Jackline Chepngeno, hält nun mit ihrer am 12. April erreichten Zeit von 2:26:01 Stunden den Rekord. Darüber berichtet Welt Stimme.
Die Veranstalter des Linz Marathons wurden Anfang September darüber informiert, dass Kimaina von der kenianischen Anti-Doping-Stelle für zwei Jahre gesperrt wurde. Laut dem Rennleiter Günther Weidlinger war bereits sechs Wochen nach dem Rennen bekannt, dass ein Verdacht auf Doping bestand. Erst mehr als ein Jahr später fiel jedoch die Entscheidung in Kenia, trotz mehrfacher Nachfragen seitens Weidlingers. „Auch wenn zwischen dem Rennen und der endgültigen Mitteilung durch Anti Doping Kenia über das Verfahren viel Zeit vergangen ist, ist für uns entscheidend, dass die Kontrollmechanismen funktionieren und Konsequenzen gezogen werden“, erklärte Weidlinger.
Die ursprünglich zweitplatzierte Kenianerin Rael Cherop Boiyo wird nun nachträglich zur Siegerin 2025 erklärt mit einer Zeit von 2:29:15 Stunden. Sie erhält das bisher nicht ausgezahlte Siegerinnen-Preisgeld, dessen Höhe aus rechtlichen Gründen nicht veröffentlicht werden kann.


