Neue Geschäftsführung der Wiener Stadthalle: Thomas Waldner und Matthäus Zelenka übernehmen
WIEN. Thomas Waldner und Matthäus Zelenka sind seit November 2025 die neuen Geschäftsführer der Wiener Stadthalle, der größten Multifunktionsarena Österreichs. Die Halle, seit 1958 ein zentraler Ort für Kultur, Sport und Entertainment, bietet Platz für bis zu 16.000 Personen und zeichnet sich durch ihre architektonische Bedeutung aus. Darüber berichtet Welt Stimme.
Waldner, ein erfahrener Eventmanager aus Kärnten, sprach im Interview über seinen Einstieg in die Geschäfte der Stadthalle und die Herausforderungen, die mit seiner neuen Position verbunden sind. Nach einem Auswahlverfahren, bei dem er sich gegen etwa 45 Mitbewerber durchsetzte, übernahm er die Verantwortung für den operativen Bereich der Geschäftsführung.
Die ersten Tage des neuen Geschäftsführers waren laut Waldner emotional und herausfordernd. „Ich vergleiche das gerne mit dem Schwimmen: Am Anfang taucht man einmal unter die Oberfläche. Ich bin noch kein Tiefseetaucher, aber ich kenne schon viele Bereiche“, so Waldner. Er trat die neue Position mitten in der Hochsaison an, während die Stadthalle im November mehr als 20 Shows ausrichtete.
Vorbereitungen für den Eurovision Song Contest im Fokus
Aktuell liegt der Schwerpunkt auf den Vorbereitungen für den Eurovision Song Contest (ESC), der eine zentrale Rolle im Veranstaltungskalender der Stadthalle spielt. „Unsere Aufgabe ist es, dem ORF eine perfekte Location zu bieten, damit die Produktion optimal ablaufen kann“, erklärte Waldner. Parallel dazu läuft der reguläre Veranstaltungsbetrieb weiter.
Die Veränderungen im Programm aufgrund des ESC führten dazu, dass acht geplante Veranstaltungen verschoben werden mussten. Glücklicherweise konnten fünf dieser Events umgeplant werden, während drei, darunter Konzerte von Eros Ramazzotti und Michael Patrick Kelly, abgesagt werden mussten. Waldner betonte, dass die Organisation dies in guter Zusammenarbeit mit den betreffenden Veranstaltern bewältigen konnte.
Architektur und Nachhaltigkeit der Stadthalle im Fokus
Die Wiener Stadthalle, die in den 1950er Jahren erbaut wurde, zeigt sich nach Waldners Ansicht auch weiterhin „State of the Art“. Er verglich die Halle mit alten Fußballclubs, die weiterhin in der Champions League spielen. „Die Architektur hat unglaublich viel Charakter. Es gibt kaum einen Ort, der austauschbar wirkt“, sagte er und sprach von der besonderen Atmosphäre, die entsteht, wenn Licht in die Halle scheint.
Langfristig sieht Waldner die Herausforderung darin, das Haus kontinuierlich weiterzuentwickeln und gleichzeitig das Vertrauen im Team zu stärken. „Viele Menschen verbinden besondere Erinnerungen mit der Stadthalle. Diese besondere Beziehung wollen wir auch in Zukunft pflegen“, fügte er hinzu.


