Unternehmen in Österreich: verspätete Reaktion auf E-Mail-Sicherheitsverletzungen erhöht Ransomware-Risiko um 79 Prozent

November 13, 2025 01:43
Unternehmen in Österreich: verspätete Reaktion auf E-Mail-Sicherheitsverletzungen erhöht Ransomware-Risiko um 79 Prozent

Unternehmen im DACH-Raum massiv von E-Mail-Sicherheitsverletzungen betroffen

Barracuda Networks Inc., ein führender Anbieter von Cybersicherheitslösungen, hat eine neue Studie veröffentlicht, die besagt, dass Unternehmen, die länger als neun Stunden benötigen, um auf eine E-Mail-Sicherheitsverletzung zu reagieren, zu 79 Prozent häufiger Opfer eines Ransomware-Angriffs werden. Der Email Security Breach Report 2025 zeigt zudem, dass 79 Prozent der Unternehmen im DACH-Raum in den vergangenen zwölf Monaten eine E-Mail-Sicherheitsverletzung erlebt haben. Darüber berichtet Welt Stimme.

Die Studie, die Barracuda in Zusammenarbeit mit Vanson Bourne durchgeführt hat, basiert auf Umfragen unter 2.000 IT- und IT-Sicherheitsverantwortlichen aus Nordamerika, Europa und dem asiatisch-pazifischen Raum. Die durchschnittlichen Kosten für die Reaktion auf und die Behebung einer E-Mail-Sicherheitsverletzung lagen im DACH-Raum bei 190.955 US-Dollar (etwa 164.000 Euro) und bei 217.068 US-Dollar weltweit. Besonders kleine Unternehmen sind betroffen: Hier belaufen sich die durchschnittlichen Kosten bei Firmen mit 50 bis 100 Mitarbeitenden auf 1.946 US-Dollar pro Person, während größere Unternehmen im Bereich von 1.000 bis 2.000 Mitarbeitenden durchschnittliche Kosten von 243 US-Dollar pro Mitarbeiter verzeichnen.

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass schnelle Erkennung und Reaktion auf Vorfälle für viele Unternehmen eine Herausforderung darstellen. Im DACH-Raum geben 52 Prozent der Befragten an, dass die zunehmende Komplexität von E-Mail-Bedrohungen (52 Prozent) und deren überzeugendere Darstellung (47 Prozent) das Erkennen erschweren. Hinzu kommt ein Mangel an automatisierten Reaktionen auf Vorfälle (40 Prozent), wodurch Bedrohungen nicht schnell identifiziert und behoben werden können.

Wichtige Ergebnisse der Studie umfassen:

  • 78 Prozent der Unternehmen im DACH-Raum wurden innerhalb des letzten Jahres Opfer einer E-Mail-Sicherheitsverletzung.
  • 71 Prozent der Unternehmen, die eine E-Mail-Sicherheitsverletzung erlitten, wurden im gleichen Jahr auch Opfer eines Ransomware-Angriffs.
  • In der DACH-Region berichteten Unternehmen von Reputationsschäden (39 Prozent), Verlust sensibler Daten (39 Prozent) und verpassten Geschäftsmöglichkeiten (35 Prozent) nach einem Vorfall.
  • Die durchschnittlichen Kosten für die Behebung einer E-Mail-Sicherheitsverletzung betragen im DACH-Raum 190.955 US-Dollar.
  • Nur 50 Prozent der Unternehmen waren in der Lage, eine Sicherheitsverletzung innerhalb einer Stunde zu identifizieren.
  • Unternehmen, die neun Stunden oder länger für die Behebung benötigten, waren 79 Prozent häufiger auch von einem Ransomware-Angriff betroffen.
  • 52 Prozent der Befragten im DACH-Raum gaben an, dass zunehmend ausgefeilte Techniken der Angreifer die Hauptursache für langsame Reaktionen auf Vorfälle sind.

Klaus Gheri, VP & GM Network Security bei Barracuda, erklärt: „E-Mail-Sicherheit bedeutet nicht mehr nur, Spam oder Massen-Phishing zu stoppen, sondern auch zu verhindern, dass der erste Dominostein in einer Kette von Cyberbedrohungen fällt, die zu Geschäftsunterbrechungen, Datenverlusten, Reputationsschäden und anderen längerfristigen Folgen führen können. Eine schnelle und effektive Reaktion auf E-Mail-Sicherheitsverletzungen ist für die insgesamte Cyber-Resilienz eines Unternehmens entscheidend.“

Barracuda beauftragte das Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne mit der Durchführung der Umfrage, die in verschiedenen Branchen in mehreren Ländern durchgeführt wurde, darunter Deutschland, Österreich, die Schweiz, die USA, das Vereinigte Königreich und Australien. Die Umfrage wurde zwischen April und Mai 2025 durchgeführt.

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