Volkswagen senkt Gewinnprognose aufgrund negativer Sondereffekte
Der Volkswagen-Konzern hat seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr erheblich gesenkt. In einer Mitteilung am Freitagnachmittag erwartete das Unternehmen, dass Sondereffekte das Konzernergebnis um rund zehn Milliarden Euro reduzieren werden.
Zu den Gründen zählen der Rückgang des Geschäfts in China, gestiegene Wettbewerbsbedingungen durch asiatische Hersteller sowie höhere Spritpreise, die die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen erhöht haben. Finanzchef Arno Antlitz erläuterte, dass der chinesische Markt um 20 Prozent eingebrochen sei und gleichzeitig chinesische Hersteller verstärkt in Europa drängen.
Die Umsatzprognose bleibt mit 315 Milliarden Euro im Wesentlichen unverändert, jedoch reduziert sich die prognostizierte Umsatzrendite auf nur ein Prozent statt der zuvor erwarteten 4,0 bis 5,5 Prozent. Der größte Teil der Sondereffekte ist eine Wertberichtigung der Tochtergesellschaft Porsche, die sich um zehn bis 15 Prozent verschlechtert hat, was sich mit einem Minus von sechs Milliarden Euro im Konzernergebnis niederschlägt.
Die Lage bei Porsche ist besonders angespannt; der Absatz von E-Modellen hat stark abgenommen und milliardenschwere Investitionen wurden abgeschrieben. Zudem werden zusätzliche Restrukturierungskosten aus Vorruhestandsregelungen, der angestrebte Verkauf des VW-Werks in Osnabrück sowie Abschreibungen aufgrund der anhaltend schlechten Geschäfte in China berücksichtigt, die das Unternehmen insgesamt mit etwa zwei Milliarden Euro belasten werden.
Einordnung
Die Anpassung der Gewinnprognose verdeutlicht die anhaltenden Schwierigkeiten von Volkswagen auf den globalen Märkten, insbesondere in China. Die sinkenden Margen bei Elektrofahrzeugen sowie geopolitische Unsicherheiten beeinflussen die wirtschaftlichen Perspektiven des Unternehmens erheblich.


