Geräte-Retter-Prämie gewinnt an Beliebtheit
Seit Jahresbeginn wurden in Österreich bereits 97.600 Reparaturbons eingelöst, um defekte Haushalts- und Elektronikgeräte kostengünstig reparieren zu lassen. Minister Norbert Totschnig (ÖVP) betonte, dass Reparaturen im Alltag wieder an Bedeutung gewinnen.
Die „Geräte-Retter-Prämie“ steht jedoch im Rahmen der laufenden Budgetverhandlungen für das Jahr 2026 auf der Kippe. Die Bundesregierung hat Einsparungen von 2,5 Milliarden Euro angekündigt, während zusätzlich 2,6 Milliarden Euro für „Offensivmaßnahmen“ bereitgestellt werden sollen. Totschnig erklärte, dass die Finanzierung der Prämie für die kommenden Jahre noch gesichert werden müsse.
Am häufigsten wurde die Prämie für Reparaturen von Kaffee- und Waschmaschinen, Geschirrspülern, Laptops und Backöfen genutzt. Rund 2.400 Partnerbetriebe nehmen an der Initiative teil, die darauf abzielt, Ressourcen zu schonen und gleichzeitig Haushalte finanziell zu entlasten.
Im Unterschied zum Vorgängermodell „Reparaturbonus“, der bis Mai 2022 galt, werden nun bestimmte Geräte nicht mehr gefördert. Die maximale Fördersumme wurde zudem von 200 Euro auf 130 Euro gesenkt. Ursprünglich waren für die „Geräte-Retter-Prämie“ für die Jahre 2026 bis 2028 Mittel in Höhe von etwa 30 Millionen Euro jährlich eingeplant.
Einordnung
Die Diskussion über die Fortführung der „Geräte-Retter-Prämie“ verdeutlicht, dass der Druck auf die Haushaltsmittel steigt. Die mögliche Kürzung dieser Fördermaßnahme könnte nicht nur die Reparaturkultur gefährden, sondern auch die Bemühungen zur Reduzierung von Elektroschrott beeinträchtigen.


