Konjunkturstimmung in Österreich eingetrübt
Das fehlende Vertrauen in ein stabiles Abkommen zwischen den USA und dem Iran hat die Konjunkturstimmung in Österreich beeinträchtigt. Der UniCredit Bank Austria Konjunkturindikator fiel im Juni auf minus 1,8 Punkte, verglichen mit minus 1,4 Punkten im Mai.
Die Stimmung in der Industrie und im Dienstleistungssektor hat sich verschlechtert, während es am Bau weniger Pessimismus gibt. Der Chefökonom der UniCredit Bank Austria, Stefan Bruckbauer, berichtete von einem signifikanten Stimmungseinbruch im Dienstleistungssektor, bedingt durch eine gestiegene Verunsicherung der Konsumenten infolge wachsender Arbeitslosigkeit und Inflation.
Im zweiten Quartal 2026 stagnierte die österreichische Wirtschaft. Jedoch wird ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr für das erste Halbjahr erwartet. Die Arbeitslosenquote könnte auf 7,5 Prozent steigen, während die Inflation von 3,4 auf 3,2 Prozent sinkt. Für 2027 erwarten die Ökonomen eine Inflationsrate von 2,5 Prozent.
Die jüngsten Entwicklungen im Iran-Konflikt könnten die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) beeinflussen. Bruckbauer erwartet eine mögliche Anhebung des Leitzinses um 25 Basispunkte im September, gefolgt von einer abwartenden Haltung.
Einordnung
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Österreich verschlechtern sich, was durch externe geopolitische Spannungen weiter verstärkt wird. Diese Entwicklungen könnten langfristige Auswirkungen auf die Geldpolitik und die wirtschaftliche Stabilität des Landes haben.


