Wirtschaftskammer Purkersdorf intensiviert Bürokratieabbau 2026
Die Außenstelle der Wirtschaftskammer in Purkersdorf sieht ihre Kernaufgabe darin, die Mitglieder in aktuellen Fragen wie zu KI, Bürokratie und Lehrlingen zu unterstützen. Und gleichzeitig Kampagnen und Verhandlungen im Sinne der Unternehmerinnen und Unternehmer zu führen. 2026 soll dieser Service weiter intensiviert werden.
PURKERSDORF. Der Abbau von Bürokratie, der 2025 begonnen hat, wird 2026 weiter forciert. Der wachsende bürokratische Aufwand für Unternehmen beschneidet die notwendigen Freiräume für Entwicklung, Jobstabilität und geschäftlichen Erfolg. Daher fordert die WKNÖ Rechtssicherheit anstelle unklarer Vorschriften, die Rücknahme des „Gold-Platings“, die Abschaffung doppelter und überzogener Melde- und Informationspflichten sowie eine Philosophie von „Beraten statt Strafen“. Darüber berichtet Welt Stimme.
Um den Unternehmen bei der Bürokratieüberforderung zu helfen, wurde ein neues Portal namens „Service zur Entbürokratisierung“ eingerichtet. Hier können die Herausforderungen online gemeldet werden, um Rückmeldungen und praxisnahe Lösungen zu erhalten.
Regionalität stärken
Ebenfalls 2025 initiiert, wird das Projekt #ichkaufelokal 2026 fortgesetzt. Veranstaltungen wie der „Lange Einkaufsabend“ in Purkersdorf und regionale Gutscheinsysteme sind Teil der WKNÖ Regionalitätskampagne.
Dennoch haben es regionale Unternehmen schwer, wenn es an Fachkräften mangelt. Laut Statistik sind die Lehranfängerzahlen in Niederösterreich rückläufig. Der Grund dafür liegt im demografischen Wandel, insbesondere in den sinkenden Geburtenraten in der Lehrlings-Generation. Um die Lehre attraktiver zu gestalten, sollen alternative Lehrmodelle (mit Matura oder Studium) sowie ein attraktiv gestalteter Berufswechsel in höherem Alter gefördert werden.
Zusätzlich wird das Thema Vollzeit- und Teilzeitarbeit thematisiert. Die WKNÖ möchte Vollzeitarbeit durch Steueranreize attraktiver machen, um das Beschäftigungsausmaß zu erhöhen.
Fokus auf Künstliche Intelligenz
Der größte Fokus von Obmann Andreas Kirnberger und Leiter Ramazan Serttas der Außenstelle Purkersdorf liegt auf dem Thema Künstliche Intelligenz (KI). Hier bestehen bei Unternehmerinnen und Unternehmern viele Unsicherheiten. Urheberrecht, Datenschutz, Programme und gefürchtete Jobverluste sind die zentralen Themen, die bezüglich KI geklärt werden müssen.
Zur Klärung ist anzumerken: Urheber bleibt immer die individuelle Person, die lediglich ihre Nutzungsrechte weitergeben kann. Die WKNÖ warnt zudem eindringlich davor, sensible Daten in kostenlosen KI-Programmen hochzuladen, da diese Daten gespeichert und für Analysen verwendet werden. Dadurch könnten Wettbewerber unerlaubten Zugang zu vertraulichen Informationen erhalten. Sicherheit bieten nur Bezahlversionen, bei denen der Datenschutz klar definiert ist.
Wichtige Termine
Die WKNÖ Purkersdorf veranstaltet zwei Termine, die dem Netzwerken und Austausch dienen sollen. Der Neujahrsauftakt findet am 28. Januar 2026 im Nikodemus statt, gefolgt von der „Langen Nacht der Wirtschaft“ am 10. Juni 2026.
Um die Weiterbildung der Mitglieder zu fördern, bietet die WKNÖ im März drei Vorträge an: „Schlagfertig Argumentieren“ am 05. März, „Schöne Zahlen, leere Kassen“ am 12. März und das Erfolgsfrühstück am 20. März.


