Österreich: Massive Prävention gegen „Money Mules“ gefordert
Die Finanzmarktaufsicht (FMA) warnt vor der Gefahren von „Money Mules“, die als Hilfsmittel für Geldwäsche fungieren und dringend präventive Maßnahmen erfordern. Dabei wird oft durch verlockende Jobangebote im Internet und auf Social Media junge Erwachsene rekrutiert, die vermeintlich schnelles Geld ohne Vorkenntnisse verdienen können. Diese Angebote entpuppen sich jedoch meist als Betrug und die Betroffenen sind unwissentlich in Geldwäscheaktivitäten verwickelt, was rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann. Darüber berichtet Welt Stimme.
Im neuen Kurzvideo „1 Minute – 1 Begriff“ erklärt die FMA das Phänomen der „Money Mules“. Diese sogenannten „Geldesel“ stellen ihre Bankkonten für illegalen Geldtransfers zur Verfügung und sind somit zentral in der Verschleierung von illegalen Geldströmen. Sie werden häufig bei cybergestützten Betrugsformen, wie Phishing, Hacking und Authority Scam, eingesetzt, um gestohlene Gelder schnell weiterzuleiten.
Tausende „Geldesel“ identifiziert
Darüber hinaus sind „Money Mules“ oft Teil von organisierten Kriminalitätsnetzwerken, insbesondere im Zusammenhang mit Geld aus Drogen- und Menschenhandel. Die FMA hebt hervor, dass jeder potenziell ins Visier solcher Netzwerke geraten kann, weshalb Präventionsmaßnahmen unerlässlich sind. So wurden im Jahr 2023 durch eine Aktion von Europol über 10.759 „Money Mules“ identifiziert, wobei ein gemeldeter Schaden von rund 100 Millionen Euro festgestellt wurde. Rekrutierungen erfolgen nicht nur über die klassischen Jobangebote, sondern auch im Rahmen von „Romance Scams“.
Um sich vor solchen Betrügereien zu schützen, gibt die FMA mehrere Tipps: Potenzielle Jobangebote sollten kritisch hinterfragt, Kontodaten nicht leichtfertig an Dritte weitergegeben und Überweisungen für Dritte unbedingt vermieden werden. Bei Verdachtsfällen ist es ratsam, sich umgehend an die Polizei oder die FMA zu wenden.


