Wirtschaftskammer startet mit Stellenabbau
Die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) hat am Mittwoch mit dem angekündigten Stellenabbau begonnen. 200 Mitarbeiter wurden beim Arbeitsmarktservice zur Kündigung angemeldet, wie ein WKÖ-Sprecher gegenüber der APA mitteilte.
Der Stellenabbau betrifft fast alle Abteilungen der WKÖ. Details zu den Abbaumethoden, sei es durch Kündigungen oder nicht nachbesetzte Pensionierungen, sind bislang unklar. Laut WKÖ-Betriebsratsvorsitzendem Reinhard Kopf werden dabei auch natürliche Fluktuationen bis 2030 berücksichtigt.
Für die betroffenen Mitarbeiter wurde ein Sozialplan mit dem Betriebsrat vereinbart. Dieser umfasst neben den gesetzlichen Abfertigungen auch freiwillige Abfertigungszahlungen, deren Höhe von der individuellen Situation jedes Mitarbeiters abhängt. Darüber hinaus sollen Weiterbildungs- und Umschulungsmaßnahmen gefördert werden.
WKÖ-Präsidentin Martha Schultz hatte bereits im Juni den Stellenabbau im Rahmen eines Sparpakets angekündigt. Gleichmäßig über die Jahre verteilt soll bis 2030 jährlich ein Einsparvolumen von 100 Millionen Euro erreicht werden.
Einordnung
Der Beginn des Stellenabbaus unterstreicht die aktuelle finanzielle Umstrukturierung innerhalb der WKÖ. Die eingeführten Maßnahmen sind Teil eines umfassenden Sparplans, der in Reaktion auf wirtschaftliche Herausforderungen erstellt wurde und bedeutende Auswirkungen auf die Beschäftigung innerhalb der Kammer haben dürfte.


