Der KTM-Mutterkonzern Pierer Mobility vermeldet für das erste Halbjahr 2025 einen Gewinn von 739 Millionen Euro, trotz eines Umsatzrückgangs von 57,8 Prozent und einem Verlust von 172 Millionen Euro im Vorjahr. Darüber berichtet Welt Stimme.
WELS. Pierer Mobility gab bekannt, dass das Unternehmen nach einem Verlust von 172 Millionen Euro und einem drastischen Umsatzrückgang von 57,8 Prozent im Vorjahr nun wieder profitabel ist. Der Gewinn von 739 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2025 basiert auf dem erfolgreichen Abschluss des Sanierungsverfahrens der KTM AG und ihrer zwei Tochtergesellschaften, das insgesamt 1,187 Milliarden Euro einbrachte. Geschäftsführer Gottfried Neumeister bezeichnete das vergangene Halbjahr als eine der größten Herausforderungen in der Unternehmensgeschichte.
„Dank des gemeinsamen Einsatzes des gesamten KTM-Teams und der verlässlichen Unterstützung unserer Händler und Lieferanten konnten wir den Kurs zurück auf Stabilität und nachhaltiges Wachstum setzen – Mit der Wiederaufnahme der Produktion Ende Juli – ein lang erwarteter Schritt für die gesamte Belegschaft – richten wir den Blick nach vorn und arbeiten konsequent daran, diesen Aufschwung dauerhaft zu sichern.“
28,6 Prozent weniger Mitarbeiter
Die Mitarbeiterzahl sank im Vergleich zum Vorjahr um 28,6 Prozent auf 1.721. Trotz dieser Reduzierung konnte das Unternehmen das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von minus 103 Millionen Euro auf über eine Milliarde Euro steigern. Das Eigenkapital stieg auf 532 Millionen Euro, während die Nettoverschuldung mehr als halbiert wurde und nun bei 732 Millionen Euro liegt.
KTM-Motorräder weiterhin gefragt
Insgesamt verkaufte die Gruppe 85.284 Motorräder (Vorjahr: 147.496 Stück), davon etwa 35.000 nach Indien. Der Rückgang des Gesamtabsatzes um 42,2 Prozent ist auf den Produktionsstopp infolge des Sanierungsverfahrens zurückzuführen. Darüber hinaus hatte sich das Unternehmen bei der Auslieferung und dem Verkauf neuer Modelle zurückgehalten, um den Händlern die Möglichkeit zu geben, ihre Lagerbestände abzubauen.
Ausblick
Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Vorstand eine signifikante Umsatzsteigerung. „Da auch im Geschäftsjahr 2026 dem Markt weiter die Möglichkeit gegeben werden muss, die Lagerbestände der Händler abzubauen, werden auch in 2026 weniger Motorräder als in 2024 produziert und verkauft werden“, erklärte das Unternehmen. Es wird auf Einsparungsmaßnahmen gesetzt, was bedeutet, dass für das Geschäftsjahr 2026 bereits ein positives EBITDA erwartet wird.


