Die Statistik Austria hat die Besuchsquote von bis zu zwei Jahren alten Kindern in elementaren Einrichtungen für das Kindergartenjahr 2024/25 analysiert. Besonders hervor sticht Wien, das nicht nur führend in der frühkindlichen Betreuung ist, sondern auch in Bezug auf die Vereinbarkeit von Vollzeitarbeit der Eltern und Betreuungseinrichtungen. Darüber berichtet Welt Stimme.
WIEN. Für viele werdende Eltern ist die Frage der Vereinbarkeit von Beruf und Familie von entscheidender Bedeutung, insbesondere in den ersten Lebensjahren, in denen ein erheblicher Betreuungsaufwand erforderlich ist. Kindergärten und ähnliche Einrichtungen spielen hierbei eine zentrale Rolle.
Die jährliche Erhebung des Kinderbetreuungsmonitors durch die Statistik Austria zeigt, dass in Wien Kinder besonders früh in elementaren Betreuungseinrichtungen untergebracht werden. Darüber hinaus ermöglicht das Angebot in Wien Eltern, Beruf und Kinderbetreuung optimal zu verbinden. Die jüngsten Ergebnisse beziehen sich auf das Kindergartenjahr 2024/25 und wurden nun veröffentlicht.
Bei Zweijährigen spitze
In der Gruppe der bis Zweijährigen hat Wien die höchste Besuchsquote in der Kategorie der institutionellen Kinderbetreuungseinrichtungen. Diese beinhalten Krippen und Horte. Laut den Statistiken befanden sich 46,4 Prozent der Wiener unter zwei Jahren im Jahr 2024/25 in einer solchen Einrichtung. An zweiter Stelle folgt das Burgenland mit 44,1 Prozent, gefolgt von Niederösterreich mit 38,6 Prozent. Der Durchschnitt für ganz Österreich liegt bei 34,8 Prozent. Am Ende der Liste stehen Oberösterreich mit 24,9 Prozent und die Steiermark mit 22,9 Prozent.
In der Altersgruppe der drei- bis fünfjährigen Kinder zeigt sich ein anderes Bild. Beinahe jedes Kind in dieser Altersgruppe besucht eine Kindergarten- oder Hort-Einrichtung. Hier liegt Wien mit 93,5 Prozent knapp hinter dem österreichischen Durchschnitt von 94,3 Prozent. Nur in Kärnten (92 Prozent) und der Steiermark (88,9 Prozent) ist die Quote niedriger.
Optimale Vereinbarkeit mit dem Beruf
Ein weiterer wichtiger Aspekt, den die Statistik Austria untersucht hat, ist die Vereinbarkeit von Betreuungsangeboten mit den beruflichen Verpflichtungen der Eltern. Viele Einrichtungen bieten keine Ganztagsbetreuung an. Um dies zu erfassen, wurde der „Vereinbarkeitsindikator für Familie und Beruf“ (VIF) eingeführt. Dieser zeigt, dass viele Betreuungseinrichtungen in Wien den Eltern in der Theorie ermöglichen, Vollzeit zu arbeiten.
Im Jahr 2024/25 besuchten 89,1 Prozent der Kinder bis fünf Jahre in Wien eine Betreuungseinrichtung, die eine solche Vereinbarkeit bietet. Damit liegt die Stadt „deutlich über dem Durchschnitt“, der im Burgenland bei 68 Prozent und in Vorarlberg bei 67 Prozent liegt. Die restlichen Bundesländer liegen unter dem österreichischen Schnitt.
Die Quote des Vereinbarkeitsindikators in Wien lag bei 60 Prozent, wobei die niedrigsten Werte in Oberösterreich (38,5 Prozent), der Steiermark (44,9 Prozent) und Salzburg (46 Prozent) festgestellt wurden. Wien bleibt somit auch im Vergleich zum Vorjahr 2023/24 an der Spitze. Der VIF-Anteil der Kinder bis fünf Jahre lag damals bei 89,7 Prozent. Weitere Details zur Auswertung sind auf der Website der Statistik Austria zu finden.


