Villacher Alpenarena: Renovierung als Schlüssel zur Zukunft des Skispringens in Villach

September 2, 2025 07:52
Villacher Alpenarena: Renovierung als Schlüssel zur Zukunft des Skispringens in Villach

Die Renovierung der Villacher Alpenarena wurde auf drei Jahre aufgeteilt. Wie der aktuelle Stand der Bauarbeiten aussieht und welche Bedeutung das Projekt für die Zukunft der Anlage besitzt, hat uns Franz Smoliner, GF Alpenarena, verraten. Darüber berichtet Welt Stimme.

VILLACH. Der Vertrag für das umfassende Renovierungsprojekt wurde im letzten Jahr unterzeichnet. „Im Vorjahr konnten wir die Renovierung der großen Schanze abschließen. In diesem Jahr wurden die restlichen Schanzen saniert, und 2026 folgen noch Anpassungsarbeiten sowie der Bau eines Warmhalteraums für die Springer und Springerinnen“, erklärt Smoliner. Positiv hervorzuheben ist, dass der Sprungbetrieb während der Bauarbeiten kaum beeinträchtigt wurde. „Wir haben entschieden, schnell zu starten, und das hat sich bezahlt gemacht. Seit Mitte Juni 2024 konnte bereits wieder trainiert werden, und auch heuer war es Ende Mai wieder möglich“, so Smoliner.

Drei-Jahres-Plan

Die Aufteilung des Projekts auf drei Jahre ist auch finanzierungsbedingt. „Rund 3 Millionen Euro kostet das gesamte Bauprojekt. Hätten wir alle Bauarbeiten gleichzeitig durchgeführt, wäre die gesamte Sommersaison verloren gegangen. Durch die Staffelung konnten wir alles optimal planen und gleichzeitig Training und Wettkämpfe organisieren“, erklärt Smoliner.

Sommer und Winterbetrieb

Obwohl Skispringen oft mit dem Winter assoziiert wird, flossen 90 Prozent der Investitionssumme in den Sommerbetrieb der Anlage. Smoliner erläutert die Gründe: „Viele Kritiker verstehen nicht, warum in Zeiten schneearmer Winter so viel Geld in die Renovierung investiert wird. Das Haupttraining der Sportler erfolgt im Sommer, weshalb hier der größte Teil der Investitionen hingeht. Rund 8.000 Skispringer trainieren bei uns im Sommer, während es im Winter nur zwischen 2.000 und 3.000 Athleten sind.“

Weiterführung auf der Kippe

Der Grund für die Sanierung und Renovierung, die nach Smoliner im Zeitplan liegt, ist die Ablauf der Zertifizierung des Internationalen Skiverbandes (FIS) im Jahr 2024. „Das mag zunächst nicht schlimm erscheinen, doch die Folgen wären verheerend gewesen. Ohne diese Zertifizierung, die alle fünf Jahre erneuert wird, hätten wir den Betrieb einstellen müssen. Es ist unvorstellbar, was das für die Mitarbeiter und Sportler bedeutet hätte. Die Zertifizierung ist für die Alpenarena entscheidend“, betont er.

„Alle ziehen an einem Strang“

Smoliner zeigt sich optimistisch: „Vor allem für den Nachwuchs freue ich mich. Ohne dieses dreijährige Projekt würde es früher oder später keine Skispringer mehr geben. Talente wie Tschofenig, Müller oder Ortner demonstrieren die Relevanz der Sportanlage für uns.“ Die Finanzierung sei jedoch ein zentrales Thema. „Die Unterstützung vom Österreichischen Skiverband sowie die Mitfinanzierung durch den Bund sind entscheidende Faktoren für dieses Projekt. Bund, Land, Stadt und Skiverband haben alle an einem Strang gezogen, wofür ich mich bedanken möchte. Ich freue mich auf den erfolgreichen Abschluss“, fügt er hinzu.

Offizielle Eröffnung

Die Wiedereröffnung der Villacher Alpenarena findet am 5. September statt. Weitere Informationen hierzu sind auf den Social-Media-Kanälen der Alpen Arena Villach verfügbar.

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