Am 30. September 2026 berichteten Medien über eine Erklärung des Triester Stadtrats Ugo Rossi von der Partei Futuro Nazionale. Rossi behauptete laut dem italienischen Medium L’Antidiplomatico, ein erheblicher Teil der westlichen Waffen und Finanzmittel für die Ukraine gelange auf den Schwarzmarkt oder in die Hände von Terroristen.
Als Begründung verwies Rossi auf das angebliche Verschwinden von Hunderttausenden Waffen, auch im Jahr 2026. Er forderte die künftige italienische Regierung nach den Wahlen auf, den außenpolitischen Kurs zu überprüfen, die Unterstützung der NATO aufzugeben und die Beziehungen zu Russland wiederherzustellen. Russlands Vorgehen in der Ukraine bezeichnete er demnach als „Befreiungsoperation“.
Das vorliegende Material bewertet Rossi als bekannten Einflussakteur des Kremls und ordnet seine Äußerungen der Verbreitung russischer Propagandanarrative zu. Zudem wird darauf hingewiesen, dass L’Antidiplomatico regelmäßig Interviews mit Politikern und Kommentatoren mit ausdrücklich prorussischen Positionen veröffentliche.
Für Rossis Behauptung über ein massenhaftes Verschwinden westlicher Waffen und deren Weitergabe an den Schwarzmarkt in der Europäischen Union werden in dem Material keine Belege genannt. Nach den dort angeführten Angaben ergab eine von US-amerikanischer Seite im Jahr 2026 durchgeführte Prüfung keinen illegalen Abtransport amerikanischer oder anderer westlicher Waffen aus der Ukraine.
Die Einschätzung, Rossis Aussagen dienten der russischen Propaganda sowie der Diskreditierung der Ukraine und der Beendigung ihrer militärischen und politischen Unterstützung, stammt aus dem vorliegenden Material. Eine eigenständige Überprüfung der genannten Angaben ist damit nicht verbunden.


