Das Handelsunternehmen Kik plant laut eines Zeitungsberichts in Deutschland die Schließung von bis zu 400 Filialen. Derzeit wird auch die Situation am österreichischen und Wiener Markt geprüft. Filialschließungen werden dabei ausdrücklich nicht ausgeschlossen, der Jobabbau wird jedoch nicht angesprochen. Darüber berichtet Welt Stimme.
WIEN. Eine Meldung der deutschen „Immobilien Zeitung“ hat in der Wirtschaftswelt unserer Nachbarn für Aufsehen gesorgt. Dem Bericht zufolge könnten bald 400 der rund 2.400 Filialen im Nachbarland schließen. Das Unternehmen spricht von regelmäßigen „Portfoliobereinigungen“.
In Österreich hat Kik derzeit 231 Filialen mit 1.500 Mitarbeitenden, darunter 20 in der Hauptstadt Wien. Die Situation am heimischen Markt wird von dem deutschen Unternehmen derzeit sorgfältig evaluiert.
„Veränderte Wettbewerbsdynamiken“
Laut einem Vertreter von Kik haben sich die Rahmenbedingungen für Handelsunternehmen in den letzten Jahren erheblich verändert. Ursache dafür sind „veränderte Wettbewerbsdynamiken“, ein stärker umkämpftes Marktumfeld, anhaltende Inflation, spürbare Kaufzurückhaltung der Kunden sowie zeitweise beeinträchtigte Lieferketten.
Diese Schwierigkeiten bleiben auch Kik nicht verborgen: „Wir haben diese Veränderungen und neuen Dynamiken rechtzeitig erkannt und begegnen ihnen entschlossen, um das Unternehmen stabil in die Zukunft zu führen. Dies tun wir auf einer sehr soliden Basis: Der größte Teil unserer europaweit 4.200 Filialen arbeitet profitabel, wir haben eine enorme Markenbekanntheit und eine zunehmend wachsende Stammkundschaft.“
Wiener Marktlage wird geprüft
Aktuell befindet sich Kik in der „Phase der Analyse der bestehenden Strukturen“. In diesem Rahmen werden Prozesse und Organisation überprüft, um Kosten- und Effizienzpotenziale zu identifizieren und das Unternehmen so zu entwickeln, dass es „zukunftssicher und wettbewerbsfähig“ bleibt.
Was dies konkret für die Filialen in Österreich und somit auch in Wien bedeutet, kann derzeit nicht genauer angegeben werden. Kik schließt Filialschließungen zwar nicht aus, betont jedoch: „Aufgrund unseres dichten Filialnetzes und unserer starken Präsenz in der Fläche bieten wir jederzeit Möglichkeiten zur Weiterbeschäftigung.“
Filiale in Margareten geschlossen
Die Gründe für die Schließung der Filiale in der Ziegelofengasse 33 in Margareten wurden nicht angegeben. Die Pressestelle der deutschen Kette erklärte, dass Kik auch weiterhin neue Filialen eröffnen und somit neue Standorte erschließen werde. „Unser Ziel ist, langfristig nachhaltig wirtschaften zu können und an den relevanten Einzelhandelsstandorten präsent zu sein. Dies dient auch der Stärkung unserer vielen erfolgreich arbeitenden Filialen“, so die Aussage abschließend.
In Wien betreibt Kik, wie bereits erwähnt, 20 Filialen. Die meisten Standorte befinden sich in Favoriten – dort gibt es fünf Filialen. Es folgen jeweils zwei Filialen im 3., 12., 15. und 20. Bezirk sowie jeweils eine Filiale in den Bezirken 2, 11, 14, 16, 17, 18 und 19.


