Neuer Direktor der Landesberufsschule Voitsberg über Modernisierung und Herausforderungen
Regelmäßige Modernisierung der Ausstattung, stetige Weiterbildungen für Lehrkräfte und enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft: Um das Angebot der Landesberufsschule Voitsberg auf dem aktuellen Stand zu halten, müssen Direktor Markus Bayer und sein Team immer auf Trab sein. Darüber berichtet Welt Stimme.
VOITSBERG. Markus Bayer ist seit Januar 2025 als neuer Direktor der Landesberufsschule Voitsberg im Amt. In dieser Rolle trägt er die Verantwortung für die Ausbildung angehender Fachkräfte im Bereich Elektrotechnik/Elektrogebäudetechnik. Seit seinem Amtsantritt sind fast neun Monate vergangen. Um die bisherigen Entwicklungen zu besprechen, gab er ein Interview.
„Da ich bereits seit 2011 an der Schule unterrichte und seit 2022 als Direktorstellvertreter tätig war, verlief mein Start in die neue Funktion sehr ruhig und geordnet“, sagte Bayer. Er betonte, dass er auf ein engagiertes Team von erfahrenen Lehrkräften und motivierten Lehrlingen zählen könne und sich schnell in die neue Rolle eingearbeitet habe. Besonders positiv hervorhob er die offene und unterstützende Aufnahme durch das gesamte Kollegium.
Bayer erklärte, dass es ihm wichtig sei, zunächst gut zuzuhören und die vorhandenen Stärken sowie Herausforderungen zu erkennen. Er möchte zudem erste Impulse setzen, beispielsweise durch die Modernisierung der Labore und der digitalen Ausstattung der Klassenräume. „Durch Investitionen des Landes Steiermark konnten wir neue SMART Boards und eine moderne LED-Beleuchtung installieren. Unser Veranstaltungssaal wurde ebenfalls modernisiert, um für Vorträge und Prüfungen vielfältig genutzt werden zu können“, fügte er hinzu.
„Die Umstellungen durch die neue Ausbildungsordnung und den Lehrplan waren besonders herausfordernd“, so Bayer. Auch personelle Veränderungen im Sekretariat und im Lehrkörper hätten gut begleitet werden müssen. Dank des starken Teams sei es jedoch gelungen, diese Aufgaben zu meistern.
Auf die Frage, wie seine Erfahrungen als Geschäftsführer eines Elektrounternehmens in seine neue Rolle fließen, antwortete Bayer: „Die Praxisnähe ist für mich ein großer Vorteil. Ich weiß, wie der Alltag in einem Betrieb aussieht und welche Kompetenzen Lehrlinge dort benötigen. Diese Perspektive bringe ich in die Ausbildung ein.“ Sein Ziel sei es, die Lehrlinge bestmöglich auf die Anforderungen in den Betrieben vorzubereiten.
In Bezug auf die Zusammenarbeit mit seiner Stellvertreterin Elke Peindl erklärte Bayer: „Wir ergänzen uns sowohl fachlich als auch menschlich. Ihre Erfahrung und ihr Engagement schätze ich sehr. Wir stimmen uns regelmäßig ab – das ist für die Schule enorm wichtig.“
Für die zukünftige Entwicklung der Schule plant Bayer, die technische, pädagogische und organisatorische Weiterentwicklung voranzutreiben. „Die neue Elektrotechniknorm E8101:2025 zeigt, wie dynamisch sich unser Berufsfeld verändert. Darauf reagieren wir mit modernen Lehrmitteln, laufenden Weiterbildungen unserer Lehrkräfte und einer engen Zusammenarbeit mit der Wirtschaft“, so Bayer. Er bekräftigte sein Ziel, die Landesberufsschule Voitsberg auch weiterhin als attraktiven Ausbildungsort zu positionieren.
„Die Schule zeichnet sich durch das Miteinander aus. Wir haben ein engagiertes Team, das sich für die Lehrlinge einsetzt. Die praxisnahe Ausbildung und die enge Vernetzung mit den Ausbildungsbetrieben schaffen eine Atmosphäre, in der Lernen Freude macht und Zukunft entsteht“, fasste Bayer zusammen.
„In der letzten Zeit hat sich an der Landesberufsschule Voitsberg viel getan. Besonders hervorzuheben ist die technische Modernisierung: Wir haben moderne Labore für unsere Spezialmodule eingerichtet, und auch die pädagogischen Ansätze wurden überarbeitet, um den aktuellen Anforderungen der Berufswelt gerecht zu werden“, sagte Bayer weiter.
Aktuell unterrichtet die Schule rund 800 Lehrlinge im Bereich Elektrotechnik/Elektrogebäudetechnik. Dieses Engagement und die technische sowie pädagogische Entwicklung lassen Bayer optimistisch in die Zukunft blicken.


