Im Bezirk Waidhofen/Thaya ist die Arbeitslosigkeit laut AMS im September 2026 weiter zurückgegangen. Gleichzeitig meldete die regionale Geschäftsstelle eine anhaltend hohe Nachfrage nach Arbeitskräften und mehr AMS-unterstützte Qualifizierung.
Beim AMS Waidhofen/Thaya waren zum Stichtag 463 Menschen arbeitslos gemeldet. Das entspricht einem Rückgang um 2,7 Prozent gegenüber September 2025.
Zusätzlich nutzten 171 Personen AMS-Angebote für Aus- und Weiterbildung. Damit waren bei der Geschäftsstelle Waidhofen an der Thaya insgesamt 634 Menschen registriert.
Bis Ende September wurden im Bezirk 749 offene Stellen mit einer passenden Arbeitskraft besetzt. Das waren 35 Vermittlungen mehr als im Vorjahreszeitraum, also ein Plus von 4,9 Prozent.
In Niederösterreich insgesamt stieg die Arbeitslosigkeit bis Ende September um 7,7 Prozent. Die Waldviertel-Bezirke wurden in der AMS-Darstellung dennoch als jene Region beschrieben, die bei der Arbeitslosigkeit von der Entwicklung eher profitiert; nur Horn wurde dabei nicht genannt.
AMS-Geschäftsstellenleiterin Edith Palisek-Zach verwies auf Unterschiede zwischen Angebot und Nachfrage am Arbeitsmarkt. Sie sagte: „NÖ ist lange Zeit sehr robust durch die Wachstumsschwäche gekommen, nun sehen wir eine Nachholeffekt. Im Waldviertel macht sich allerdings schon der demografische Wandel mit sinkenden Arbeitslosenzahlen bemerkbar“.
335 arbeitslose Menschen hatten heuer bereits eine vom AMS finanzierte Ausbildung begonnen. Das waren 11,3 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Zu den Ursachen der Entwicklung machte das AMS keine weitergehenden quantitativen Angaben. Palisek-Zach sagte zum sogenannten Matching zwischen Betrieben und Arbeitssuchenden: „Häufig passen Angebot und Nachfrage nicht auf Anhieb zusammen. Neben unterschiedlichen regionalen Verfügbarkeiten erschweren fehlende Qualifikationen das Matching. Aus diesem Grund setzen wir auf gezielte Qualifizierung, um arbeitsuchende Menschen und Betriebe besser zusammenzubringen“.


