Nikolaus Georg Kriz wird Generaldirektor der European Food Safety Authority aus Judenburg

Oktober 1, 2025 08:12
Nikolaus Georg Kriz wird Generaldirektor der European Food Safety Authority aus Judenburg

Nikolaus Georg Kriz wurde zum Generaldirektor der European Food Safety Authority (EFSA) ernannt und trägt künftig die Verantwortung für die Lebensmittelsicherheit aller Europäer. Ein Karriereweg voller Fleiß, Mut und Erfahrung – und ein Stück Heimat, das er nie vergisst. Darüber berichtet Welt Stimme.

JUDENBURG. Der Name Kriz ist in Judenburg bekannt. Nikolaus Georg Kriz, ehemaliger Schüler und Absolvent der örtlichen Schulen, wurde nun auf europäischer Ebene anerkannt, indem er die Leitung der EFSA übernommen hat. In seiner neuen Position ist er für die Bewertung bestehender und neuartiger Risiken in Lebensmitteln zuständig, die einschließen unter anderem inakzeptable Schadstoffmengen in Lebensmitteln, Verpackungen und Geschirr. Zu seinem Verantwortungsbereich gehören zudem die Risikobewertung von Lebens- und Futtermitteln sowie die Beratung der Politik. Außerdem ist der Schutz von Tieren und der Pflanzenbau Teil seiner Aufgaben.

Fleiß, Mut und Glück

„Niemand kann als Berufsziel Generaldirektor der EFSA angeben, der Weg dorthin ist alles andere als einfach“, betont Kriz. Trotz seiner Qualifikation musste er vor dem Hearing eine anspruchsvolle siebenstufige Auswahlprozedur durchlaufen. „Nun habe ich den Vertrag mit allen Unterschriften in Händen“, so Kriz, bevor er sein Amt antritt, das sowohl ehrenvoll als auch mit großen Verantwortungen verbunden ist.

Kriz schloss seine Matura am BG/BRG Judenburg mit Auszeichnung ab und hebt hervor: „Das BG/BRG Judenburg ist eine ausgezeichnete Schule“, die den Grundstein für seine akademische Laufbahn an der Veterinärmedizinischen Universität Wien gelegt hat. Sein Werdegang umfasst Stationen in der Klinik im Wiener Tierschutzhaus, als Assistent an der Universität Sydney, Dozent an der Universität Glasgow und weitere Erfahrungen in der Veterinär- und Humanmedizin, unter anderem in Organisationen, die auch die Covid-Impfung zugelassen haben. Zudem war er maßgeblich an der Bekämpfung der Vogelgrippe beteiligt.

Kriz begann seine Tätigkeit bei der EFSA in der zweitgrößten Abteilung mit 500 Mitarbeitern und einem Jahresbudget von über 70 Millionen Euro. 2025 übernahm er interimistisch die Leitung, was nun in seine Bestätigung als Generaldirektor mündete. Bundesministerin Korinna Schumann gratulierte herzlich: „Mit Nikolaus Kriz übernimmt ein erfahrener Experte die Leitung der EFSA. Seine Laufbahn zeigt, wie europäische Zusammenarbeit funktionieren kann.“ Von vielen international vertrauenswürdigen Persönlichkeiten erhielt Kriz Glückwünsche. Sein verstorbener Vater hatte ihm stets den Rat mitgegeben, dass Fleiß zwar wichtig ist, aber Glück ebenso dazugehört: „Es hat sich immer bewahrheitet“, fügt Kriz hinzu.

Privat ein Judenburger

Nikolaus Georg Kriz wuchs in Judenburg mit einem Bruder und einer Schwester auf und erinnert sich: „Ich hatte eine wunderschöne Kindheit. Mein Vater hatte eine Hube und Pferde.“ Er denkt an die Wanderungen in den Bergen, die Winterleitenhütte, den Ochsenboden und Besuche bei Verwandten in Hohentauern zurück. Gemeinsam mit seiner Frau Gunda aus Fohnsdorf hat er zwei erwachsene Kinder. Regelmäßig kehrt er vier- bis sechsmal jährlich nach Judenburg zurück, um Familie und Freunde zu besuchen, da sein Freundeskreis mit der Zeit kleiner geworden ist.

Ein Spruch, der ihm im Gedächtnis bleibt: „Dein ständiges Daheimbleiben entfernt dich immer mehr von mir.“ Orte wie der Zirbitzkogel und die Haigls Hofschenke ziehen ihn weiterhin in die Heimat. Beruflich und privat hat Kriz viel außerhalb Österreichs gesehen und erlebt: „Wenn man die Welt kennengelernt hat, schätzt man, wie schön Österreich ist und wie gut es den Österreichern geht.“ Er betrachtet sich als überzeugten Europäer: „Ich glaube fest an die europäische Idee und ihre Zukunft, deren Österreich ein Teil ist.“

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